Vom Kaiserplatz zum Bundesplatz: Johannes Prittwitz spricht am 31.10. in der Urania über diesen wichtigen Stadtraum

Bundesplatz und Bundesallee, die bis 1950 Kaiserplatz und Kaiserallee hießen, kommen immer mehr „ins Gerede“ – und das ist auch gut so! In dem kürzlich erschienenen Buch „Radialer Städtebau„, herausgegeben von Harald Bodenschatz/Aljoscha Hoffmann/Cordelia Polinna, stehen beide für eine der großen Aufgaben des Städtebaus von morgen: der Abschied von der autogerechten Stadtregion.

In dem deutsch-polnischen Forschungsvorhaben „Die Bedeutung der Zivilgesellschaft für urbane Qualitäten im Sinne der Europäischen Stadt“, gefördert von der Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung und der Wüstenrot Stiftung spielen Bundesplatz und -allee am 12/13. September ebenfalls eine wichtige Rolle: Nämlich im Hinblick auf die zivilgesellschaftliche Aneignung, Mitwirkung und Gestaltung des öffentlichen Raums durch die Initiative Bundesplatz e.V.

Eher feuilletonistisch behandelt der Autor und Stadthistoriker Johannes Prittwitz am Freitag, den 31. Oktober 2014, um 15.30 Uhr, in der Urania, den Platz und die Allee in seinem Vortrag „Vom Kaiserplatz zum Bundesplatz“. Die Stadterweiterungen des 19. Jahrhunderts machten auch nicht vor den Dörfern in der Peripherie Berlins Halt und Unternehmer wie Haberland oder Carstenn machten sich die Aufbruchszeit der Reichshauptstadt zu nutze, um Siedlungsprojekte auf den Feldern und Wiesen der ehemaligen Dörfer durchzusetzen. So entstand zwischen Wilmersdorf und Friedenau die so genannte „Carstennfigur“ mit der Kaiserallee als Hauptachse und dem Kaiserplatz als wichtigsten Platz einer der bedeutendsten städtebaulichen Ensembles des 19. Jahrhunderts. Geschichten und Adressen bekannter ehemaliger Anwohner und die Gegenwart eines auch heute noch lebendigen Platzes lässt Johannes Prittwitz mit Hilfe von historischen wie auch heutigen Bildern an uns vorüber ziehen.

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