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Bundesplatz 2010: Impressionen eines Missstandes

 

 

Bundesplatz morgen ? – gedeckelter Tunnel (Fotomontage)

2 Antworten auf Galerie

  1. Jan Wuttig sagt:

    Ich befürworte die Initiative, denn der Bundesplatz ist sowohl auf der Nordseite als auch auf der Südseite eine bauliche Katastrophe, die durch die Errichtung des Autotunnels ihren Lauf nahm.
    Deshalb plädiere ich für die Aufgabe des Tunnels und eine dem Straßenverkehr und vor allem den Anwohnern angemessene Ersatzlösung.

    Folgende Diskussionspunkte stellen sich mir:

    1. Eine Verkehrsanalyse sollte ein realistisches Bild vom tatsächlichen Bedarf eines Tunnels klären.
    2. Gibt es eine Möglichkeit, den Nord-Süd-Verkehr sowie den Abbiegerverkehr in der Bundesallee und Wextraße über einen schön gestalteten Kreisverkehr ohne Ampelanlage zu regeln, damit der Verkehrsfluss ideal erfolgen kann? Für die Fußgänger wären die Tunnelanlagen des U-Bahnhofes eine Querungsmöglichkeit, sofern sie denn alle behindertengerecht ausgebaut würden.
    3. Wie verfährt man mit der durch die Tunnelaufgabe gewonnenen Fläche: Sollte man den Verkehr zentrieren oder ihn nach historischem Vorbild um einen zentralen Platz herumführen?
    4. Wievielen Fahrspuren sind tatsächlich notwendig, um einen staufreien Verkehr zu gewährleisten?
    5. Könnte man den Tunnel ggf. als Parkhaus umfunktionieren und auszubauen, um die Straße durch die Abschaffung von Parkplatzflächen weiter zu verengen?
    6. Die südliche Tunnelausfahrt ist ein besonderes Ärgernis, da der Raum für Fußgänger und Radfahrer enorm eingeschränkt ist. Hier kommen besonders die Vorteile einer Tunnelschließung zur Geltung, gerade wenn man die Fahrspuren zusätzlich noch auf zwei pro Richtung reduziert und in die Mitte verlegt.
    7. Gibt es eine Untersuchung zur Zuschüttung des Breitscheidtplatz-Tunnels, die man auf das Bundesplatz-Projekt übertragen könnte?

    Langfristig könnte man – sofern die Parkhaus-Variante nicht verwirklicht werden sollte – die Stadtautobahn unterirdisch anlegen, da der ehemalige Nord-Südtunnel dann zwischen Straßenebene und U-Bahn-Ebene den nötigen Raum freigäbe. Das wäre dann natürlich finanziell sehr aufwendig und unrealistisch, aber nicht mehr unmöglich.

    Vielleicht kann der Verein sich ja von dem einen oder anderen Diskussionspunkt inspirieren lassen.

    Beste Grüße!
    Jan Wuttig

    • Wolfgang Severin sagt:

      Lieber Herr Wuttig, wir lassen uns gern von Ihren Vorschlägen inspirieren, denn sie sprechen prägnant das Kernproblem des Bundesplatzes an! Auch wenn eine Analyse der Verkehrsflüsse unter dem Aspekt eines Rückbaus des Tunnes noch nicht stattgefunden hat, so sollten wir bei den Ideen keine „Schere im Kopf“ haben, zumal eine Kreisverkehrslösung m. E. gar nicht mal so utopisch ist. Persönlich würde ich allerdings eine zusätzliche oberirdische Querungmöglichkeit für Fußgänger bevorzugen. In Ihren Vorschlägen werden Sie sich bestärkt fühlen, wenn Sie die Ergebnisse unseres Projekts mit der Bauhaus-Universität Weimar sehen (im Frühjahr 2011 wollen wir sie am Bundesplatz ausstellen). Mehrere Entwürfe sehen einen solchen Kreisverkehr vor, sogar die von Ihnen in die Diskussion gebrachte Nutzung des Tunnels als Parkhaus werden Sie dort wiederfinden. Und: Die Arbeiten stellen die Frage : Wie soll die Stadt der Zukunft am Bundesplatz(nach der autogerechten Planung der Vergangenheit) aussehen? In diesem Zusammenhang gibt es dann faszinierende Vorschläge wie die Stadtautobahn überbaut oder unterirdisch angelegt werden könnte, mag das nun realistisch sein oder nicht.

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