Seidenstücker Ausstellung: Berlinische Galerie ehrt Fotograf vom Kaiserplatz

Friedrich Seidenstücker Ausstellung

Eine sehenswerte Ausstellung! Von 1909 bis 1966 lebte in einer Dachwohnung am Kaiserplatz 17 (heute Bundesplatz) der Fotograf Friedrich Seidenstücker. In Unna geboren und auf mancherlei Umwegen zur Fotografie gekommen, fotografierte er die alltäglichen kleinen Begebenheiten. Er fotografierte nicht die großen Kundgebungen und Aufmärsche sondern blieb bei den Handwerkern und Müllkutschern und bei den Zootieren. Inmitten von Trümmern und ausgebrannten Häusern blieb seine Wohnung mit Archiv unbeschädigt. Nach 1945 dokumentierte er die Zerstörung Berlins, die spielenden Kinder zwischen den Trümmern und die Erwachsenen auf dem “Kartoffelexpress”.

1962, zu seinem 80. Geburtstag, gab es eine Ausstellung im Rathaus Wilmersdorf. Bis zum 6. Februar 2012 zeigt jetzt die Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124-128, 10969 Berlin, Fotografien von Friedrich Seidenstücker  aus den Jahren 1925 bis 1958 in einer Sonderausstellung. (www.berlinischegalerie.de). Geöffnet ist sie von Mi-Mo von 10-18 h. Jeden Samstag und Sonntag um 15.00 Uhr gibt es Führungen. Am 6. 2. um 14.00 Uhr führt noch einmal der Kurator, Herr Domröse, durch die Ausstellung.

Es gibt in Publikationen (zu erwerben im Museumsshop) eine große Anzahl von Fotografien aus dem unmittelbaren Umfeld von Wexstraße, Kaiserplatz und Mainzer Straße. Ich schlage vor, dass sich der Verein Initiative Bundesplatz e.V.  um dieses Erbe kümmern sollte, so z.B. durch eine Berliner Gedenktafel am Haus Bundesplatz 17.

Beitrag von Friedrich Berghald

 

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