Ein­la­dung zum Mit­glie­der­tref­fen am 2. Okto­ber 2018 um 20 Uhr

Lie­be Freun­din­nen und Freun­de des Bun­des­plat­zes,
am Diens­tag, dem 2.10. 2018 fin­det wie­der unser Mit­glie­der­treff um 20.00 Uhr im Bis­tro der Cari­tas, Bun­des­platz /Ecke Tübin­ger Stra­ße statt. Dazu laden wir Sie herz­lich ein.
Unse­re 1. Vor­sit­zen­de, Frau Sabi­ne Pen­trop, muss­te auf­grund ihrer viel­fäl­ti­gen beruf­li­chen Auf­ga­ben bei einer gro­ßen Woh­nungs­bau-Gesell­schaft den Vor­sitz nie­der­le­gen, bleibt uns aber als kom­pe­ten­te Bera­te­rin und Mit­glied erhal­ten. Bis zur Neu­wahl ver­tre­te ich sat­zungs­ge­mäß den Vor­sitz, damit ist die Arbeits­fä­hig­keit sicher gestellt.
Wie wir alle wis­sen, müs­sen der Bezirk und die zustän­di­gen Senats­stel­len stän­dig dar­an erin­nert wer­den, und das nach­drück­lich, die bis­her erfolg­ten Zusa­gen auch ein­zu­hal­ten und ihre stadt­pla­ne­ri­sche Kom­pe­tenz auch mal prak­tisch unter Beweis zu stel­len.
Die Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. hat als eine der größ­ten Initia­ti­ven mit über 200 Mit­glie­dern diver­se Kon­zep­te ent­wi­ckelt, die bis jetzt teil­wei­se umge­setzt wur­den.
• 2011 die Cha­ret­te gemein­sam mit der Bau­haus-Uni­ver­si­tät Wei­mar und einer Aus­stel­lung im Ame­ri­ka­haus,
• 2012 Abriss der Mau­ern und Zäu­ne auf dem Bun­des­platz durch Eigen­leis­tung mit Hil­fe der Kno­bels­dorff-Schu­le und Neu-Bepflan­zung,
• 2013 Zukunfts­werk­statt Bun­des­platz mit inter­na­tio­na­len Stadt­pla­nern und Stu­den­ten,
• 2015 Raum­werk­statt Para­dies Bun­des­platz mit einem gro­ßen Fest am Bun­des­platz, das über 500 inter­es­sier­te Bürger/innen besucht haben.
Die Mit­glie­der der Initia­ti­ve haben gemein­sam mit Anwoh­nern kon­ti­nu­ier­lich eine Ver­bes­se­rung der Auf­ent­halts­qua­li­tät durch­ge­setzt, auch Vor­schlä­ge zur Neu­ge­stal­tung der Ver­kehrs­si­tua­ti­on wur­den erar­bei­tet.
Der Wochen­markt am Bun­des­platz und die deut­li­che Ände­rung der Nut­zung des Plat­zes sind also unse­re ers­ten Erfol­ge. Und nicht zu ver­ges­sen, der Unter­neh­me­rin­nen-Stamm­tisch sowie eine Stär­kung des „Kiez-Gefühls“ ist auch ein wesent­li­ches Ergeb­nis unse­rer Arbeit.
Bezirk und Senat sind zwar auf unse­rer Sei­te, mit der prak­ti­schen Umset­zung geht es aber nur lang­sam wei­ter. Nach Aus­sa­gen des Stadt­ra­tes Oli­ver Schru­of­fen­eg­ger (Grü­ne) in der BVV soll im Herbst mit Bau­ar­bei­ten der Über­we­ge begon­nen wer­den, unse­re For­de­rung von der Cha­ret­te 2011.
Wir wol­len mit Ihnen über neue Kon­zep­te dis­ku­tie­ren und der Fra­ge nach­ge­hen, wie sich der Ver­ein in Zukunft noch bes­ser zur Durch­set­zung sei­ner Zie­le auf­stel­len kann. Im Dezem­ber wird bei der dies­jäh­ri­gen Mit­glie­der­ver­samm­lung ein neu­er Vor­stand gewählt wer­den. Auch dar­über soll­ten wir spre­chen.
Bit­te ver­ges­sen Sie nicht unse­ren monat­li­chen Akti­ons­tag am Bun­des­platz Sams­tag 13.10. 2018 ab 10.00 Uhr. Durch den hei­ßen Som­mer sind bereits vie­le Blät­ter von den Bäu­men gefal­len, die auf­ge­sam­melt wer­den müs­sen. Wir wer­den wie­der einen Con­tai­ner beim Grün­flä­chen­amt bestel­len.
Mit freund­li­chem Gruß
Der Vor­stand

Netz­werk gegen die auto­ge­rech­te Stadt

Am 3. Sep­tem­ber hat sich auf Anre­gung der BI Wil­mers­dor­fer Mit­te ein Netz­werk von Bür­ger­initia­ti­ven in Wil­mers­dorf, Frie­denau und Ste­glitz gegrün­det, die sich die Rück­be­sin­nung auf die men­schen­ge­rech­te Stadt und die Ver­bes­se­rung der Auf­ent­halts­qua­li­tät auf den Plät­zen zum Ziel gesetzt gesetzt haben. Sie wol­len in Zukunft Erfah­run­gen aus­tau­schen und gemein­sam an die Öffent­lich­keit tre­ten:
und die Initia­ti­ve Bun­des­platz.
Alle vier Initia­ti­ven haben mit Ver­kehrs­si­tua­tio­nen zu tun, die im Zuge der „auto­ge­rech­ten Stadt“ ent­stan­den sind. So wur­de
- der süd­lichs­te Abschnitt der Uhland­stra­ße, den es ursprüng­lich gar nicht gab, quer durch den Stadt­park Wil­mers­dorf zur Meck­len­bur­gi­schen Stra­ße geführt,
- der his­to­ri­sche Fried­rich-Wil­helm-Platz zu Guns­ten einer beson­ders brei­ten und gera­den Bun­des­al­lee durch­schnit­ten und an der Süd­sei­te bis knapp ans Kir­chen­por­tal beschnit­ten,
- der Brei­ten­bach­platz durch die Auto­bahn­brü­cke in sei­nem Platz­cha­rak­ter wesent­lich zer­stört und
- der Bun­des­platz durch einen heu­te immer weni­ger genutz­ten Tun­nel und feh­len­de Über­que­rungs­mög­lich­kei­ten an der Nord­sei­te ver­un­stal­tet.
Außer­dem wirkt die Initia­ti­ve Jes­sel-Kiez mit, die ein­drucks­voll zeigt, was Bür­ger­en­ga­ge­ment auf einem ver­kehrs­be­ru­hig­ten Platz für das Zusam­men­le­ben leis­ten kann.
Die Initia­ti­ven hal­ten die Bau­maß­nah­men der 60er, 70er und 80er Jah­re, die häu­fig gegen den Wil­len der Anwoh­ner durch­ge­zo­gen wur­den, für über­di­men­sio­niert. Sie haben der Lebens- und Auf­ent­halts­qua­li­tät in den betref­fen­den Quar­tie­ren gescha­det. Die Initia­ti­ven for­dern eine grund­le­gend neue Betrach­tung der Ver­kehrs­we­ge im Süd­wes­ten und den Rück­bau der bau­li­chen Relik­te der auto­ge­rech­ten Stadt.