Chan­ce ver­tan: Bun­des­al­lee bleibt vor­erst Renn­stre­cke

Wie­der ein­mal hat das Bezirks­amt Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf eine Chan­ce ver­tan, über die Bau­leit­pla­nung den auto­bahn­ähn­li­chen Stra­ßen­quer­schnitt der Bun­des­al­lee zu ver­än­dern und für mehr Flä­chen­ge­rech­tig­keit zu sor­gen. In den “Text­li­chen Fest­set­zun­gen” zum Bebau­ungs­plan IX-36–2 wird aus­drück­lich dar­auf ver­wie­sen, dass “die Ein­tei­lung der Stra­ßen­ver­kehrs­flä­che nicht Gegen­stand der Fest­set­zung ist”, obwohl die B‑Plangrenze in der Fahr­bahn­mit­te ver­läuft. Eben­so wird auf die Durch­füh­rung einer Umwelt­prü­fung ver­zich­tet.

Mit dem Bebau­ungs­plan­ent­wurf wer­den die pla­nungs­recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für die bau­li­che Erwei­te­rung des Senio­ren­zen­trums “Wer­ner-Bockel­mann-Haus” geschaf­fen. Vor gut einem Jahr hör­te sich das noch ganz anders an: In einem Gespräch mit dem Vor­stand der Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. erklär­te Bezirks­stadt­rat Oli­ver Schru­of­fe­ne­ger damals, er kön­ne sich sehr gut vor­stel­len, ” im B‑Plan Ver­fah­ren bei einer even­tu­el­len Erwei­te­rung der Senio­ren­an­la­ge den “Stra­ßen­quer­schnitt der Bun­des­al­lee anzu­ge­hen.” Nun wird jedoch die auto­ge­rech­te Fest­set­zung des Plans von 1973 ein­fach fort­ge­schrie­ben.

Über­di­men­sio­nier­te Fahr­bahn vor dem “Wer­ner-Bockel­mann Haus” (Foto: W. Seve­rin)

Statt Lärm­re­du­zie­rung an der Quel­le wer­den dem Bockel­mann­haus für den Neu­bau stren­ge­re bau­tech­ni­sche Schall­schutz­maß­nah­men vor­ge­schrie­ben. Noch bis zum 17. Mai 2019 kön­nen Bür­ger Stel­lung­nah­men zum B‑Plan abge­ben unter www​.bebau​ungs​plan​.char​lot​ten​burg​-wil​mers​dorf​.de