Alle Beiträge von Sabine Pentrop

Europäische Hauptstädte gehen neue Mobilitätswege – Berlin fällt ab

(SP) Nicht nur Wien geht neue Wege in Sachen Mobilität (s. Beitrag auf dieser Seite vom 28. Februar), auch die Hauptstädte Paris und Madrid legen jetzt neue Konzepte für die Reduzierung der Belastungen durch den Inidividual- und Güterverkehr vor. Allein Berlin verharrt in veralteten Strukturen und Denkmustern. Personalmangel allein kann hier nicht der Grund sein, vielmehr fehlen politscher Wille und Konzepte.

So plant die neue Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo die Umwidmung der vier zentralen Innenstadtbezirke zu „Halbfußgängerzonen“, in denen zukünftig nur noch Busse, Fahrräder, Taxis, Lieferwagen, Rettungsfahrzeuge und Anwohner-PKW verkehren dürfen. Zunächst nur am Wochenende, dann aber schrittweise auch an den Wochentagen. Darüber hinaus wird – mit wenigen Ausnahmen – flächendeckend Tempo 30 eingeführt. Auch Begegnungszonen, in denen Fußgänger und Fahrradfahrer Priorität haben, werden eingerichtet. In Berlin wird das seitens der Senatsverwaltung stets als „nicht realisierbar“ abgelehnt.

Einladung zum Mitgliedertreff

Mitgliedertreffen in den Räumen der Caritas am Bundesplatz
Mitgliedertreffen in den Räumen der Caritas am Bundesplatz

(SP) Am Dienstag, den 03. März, um 20.00 Uhr, findet der nächste Mitgliedertreff der Initiative Bundesplatz e.V.  im Bistro der Caritas, Bundesplatz/Ecke Tübinger Straße, statt.

Neben den Informationen des Vorstands u.a. zum aktuellen Sachstand über den Bauantrag des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf für die Fußgängerübergänge an den Spangen des Bundesplatzes und zum Jahresauftaktgespräch mit dem Grünflächenamt wollen wir über die Aufgaben und Organisation der Arbeitsgruppen diskutieren und Termine für die nächsten Aktionen der Initiative festlegen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Düstere Zukunft für Radfahrer – Stillstand in Berliner Verkehrsplanung

(SP) Was ist eigentlich aus der Radverkehrsstrategie des Berliner Senats geworden, die Anfang März 2013 mit 80 geplanten Maßnahmen und viel Tamtam neu gestartet wurde? Glaubt man einem Bericht des Tagesspiegels vom 16. Februar: nicht allzuviel! Weder wurde die Personalausstattung in den Bezirken, bei der Polizei oder der Senatsverwaltung, wie gefordert und beschlossen, verbessert, noch wurden die versprochenen drei Modellprojekte zur Unfallvermeidung an Kreuzungen überhaupt angestoßen. Vom  personellen und strukturellen Notstand bei der Verkehrslenkung Berlin ganz zu schweigen.

Wie häufig in unserer Stadt schieben sich die Beteiligten – und hier in erster Linie die Senatsverwaltungen – die Schuld gegenseitig zu. Unter diesen Bedingungen sind Verbesserungen für Radfahrer sowie neue und zukunftsweisende Verkehrskonzepte auf lange Sicht nicht zu erwarten. Der zu erwartende administrative und politische Stillstand vor dem Wahlkampf 2016 lässt darüber hinaus nicht Gutes ahnen.