Alle Beiträge von Wolfgang Severin

Tunnelbrüstung in neuem Kleid: „Südspitze“ deutlich attraktiver

Tunnelbrüstung wird attraktiver (Foto: Frank Guschmann)

Bei strahlendem Sonnenschein bepflanzten am Sonnabendmittag (18.05) rund 15 Mitglieder der Initiative Bundesplatz e.V. ein brach liegendes Beet, direkt an der Brüstung des Bundesplatztunnels. Blühende Stauden,  zwei Zierpflaumen und ein Teppich aus Lavendel erfreuen ab sofort die Besucher des Wochenmarktes und laden zum Verweilen auf den beiden Bänken ein.

Die Initiative war eingesprungen, da das Grünflächenamt in diesem Frühjahr keine freien Kapazitäten  für die Bepflanzung hatte. Nach Meinung der Initiatoren  ist der Platz an dieser Stelle nun deutlich attraktiver geworden.

Ob die Erwartungen nach mehr Marktständen auf der durch die Neugestaltung gewonnen Fläche aufgehen, ist fraglich. Viele schon gut eingeführte Berliner Kiezmärkte leiden unter Nachwuchs- und Fachkräftemangel  bei den Standbetreibern.

Lädt zum Verweilen ein: neu gestaltetes Beet am Bundesplatz (Foto: H. Sterzenbach)

Ein wichtiger Meilenstein: BVV Beschluss zum Bundesplatz

Bald Vergangenheit?: Nördliche Tunnelrampe (Foto: Frank Guschmann)

Die BVV Charlottenburg-Wilmersdorf hat am 16. Mai 2019 einen Beschluss gefasst, dass die schlimmste Wunde, die die „autogerechte Stadt“ dem Bundesplatzkiez zugefügt hat, beseitigt werden kann. In dem Beschluss wird das Bezirksamt aufgefordert, „gemeinsam mit den zuständigen Stellen auf Landesebene

stadtgestaltende Konzepte zu entwickeln, wie durch eine Neuordnung von Flächen und Lenkung von öffentlichem und individuellem Verkehr die Autotunnel am Adenauerplatz und am Bundesplatz als Relikte der „autogerechten Stadt“ analog zum Vorbild Breitscheidplatz endgültig der Vergangenheit angehören.

Diese zukunftsweisenden Konzepte sollen analog und digital veröffentlicht und in Einwohner*innenversammlungen mit der Stadtgesellschaft diskutiert werden.“

In spätestens fünf Jahren ist die Brücke weg! Und wann ist der Tunnel dran?

Eindeutiges Votum im Abgeordnetenhaus:  Brücke  kommt weg. (Foto: W. Severin)

Die Initiative Bundesplatz e.V. hat heute der Initiative Breitenbachplatz zu ihrem Erfolg gratuliert. Denn der Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Abgeordnetenhauses hat den Senat am Donnerstag (16.05.) aufgefordert, bis zum 31. Mai 2020 eine Machbarkeitsstudie mit dem Ziel des „Abriss, weitgehenden Rückbau und Umbau“ der Breitenbachplatzbrücke vorzulegen und dabei die Bürger zu beteiligen. Der Platz soll wiederhergestellt und unter anderem durch eine Tempo-30-Zone den Bürgern zurückgegeben werden. Dem Ausschuss lag ein Antrag der CDU-Fraktion vor, der durch einen Ersetzungsantrag der Koalitionsfraktionen erweitert wurde. In der Grundausrichtung waren sich alle Fraktionen außer der AfD einig. Verkehrssenatorin Regine Günther und ihre Beamten erläuterten, dass der Zustand der Brücke inzwischen beim Grad 2,9 angelangt sei, was bedeute, dass man sie innerhalb der nächsten fünf Jahre sowieso sanieren, neu bauen oder gleich abreißen müsse.

Das Beet soll schöner werden: Helfer*innen für Pflanzaktion am 18. Mai gesucht

Bezirk zahlt, Initiative pflanzt, Platz wird schöner: Eine gute und pragmatische Lösung! (Foto: W.Severin)

 

Die initiative Bundesplatz e.V. ruft die Nachbarn und Mitglieder für Sonnabend, den 18. Mai ab 11:00 Uhr zu einer gemeinsamen Pflanzaktion am Bundesplatz auf.

Vor einigen Wochen hatte der Bezirk die Fläche am Tunnelrand neu gestaltet, um die Standortbedingungen für die Marktstände zu verbessern.  Direkt am Tunnelrand entstand ein neues Beet, das der Bezirk erst im Herbst bepflanzen kann.  So lange wollte die Initiative den Marktbesuchern und Nutzern der Bänke eine hässliche Brache nicht zumuten.  Wilfied Tigges, Botaniker und Mitglied der Initiative, erstellte einen Pflanzplan, den die Initiative beim Grünflächenamt einreichte.  Nach Begutachtung erhielt die Initiative umgehend die schriftliche Zusage für die Übernahme der Kosten für Pflanzen und  Humus. Eine gute und pragmatische Lösung: So wird eine triste Fläche zu einem Beispiel für gute Partnerschaft zwischen Politik, Verwaltung und engagierten Bürgern!

Der Autotunnel am Bundesplatz soll endlich weg!

Soll endlich beseitigt werden: Tunnel am Bundesplatz – Relikt der autogerechten Stadt. (Foto: Frank Guschmann)

Seit fast einem Jahrzehnt fordert die Initiative Bundesplatz e. V. mehr Stadt- und Lebensqualität an Bundesplatz und Bundesallee. Voraussetzung dafür ist jedoch die Beseitigung des Tunnels.  Am Donnerstag, den 16. Mai 2019, debattiert nun die Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf  einen Antrag der SPD-Fraktion. Darin wird das Bezirksamt aufgefordert, gemeinsam mit den zuständigen Stellen auf Landesebene zukunftsweisende Konzepte zu entwickeln und in Einwohner*innenversammlungen mit der Stadtgesellschaft  zu diskutieren.

Der Bezirks-Verkehrsausschuss hat diesem Antrag schon zugestimmt. Die Grünen sind dem Antrag beigetreten. Nun hofft die Intiative Bundesplatz e.V. , dass auch die anderen demokratischen Parteien ideologiefrei entscheiden mögen und sich entschließen können, dieses schlimmste Relikt der verfehlten Planung aus den sechziger Jahren endlich zu beseitigen.

Initiative bepflanzt Beet an der Tunnelbrüstung

Bei der Umgestaltung der südlichen Platzspitze des Bundesplatzes zur Platzgewinnung für den Wochenmarkt (Montag- und Donnerstagvormittag) ist als Ersatz der gerodeten Hecke vom Tiefbauamt des Bezirks ein neues Beet angelegt worden. Wie die Initiative Bundesplatz e.V. erfuhr, kann der Bezirk seine Zusage, noch im Frühjahr 2019 die Bepflanzung vorzunehmen, nicht einhalten.  Auf ihrem gestrigen Mitgliedertreff fanden die Vereinsmitglieder eine pragmatische Lösung des Problems: Sie übernehmen die Bepflanzung in Eigenregie. Voraussetzung ist jedoch die schriftliche Kostenübernahmeerklärung des Grünflächenamtes für den Humus und die Pflanzen.

Initiative wird Tunneleinfassung bepflanzen (Foto: Guschmann)

Abgeordnetenhaus debattiert über Brückenabriss: Breitenbachplatzinitiative im Zieleinlauf?

Bald Vergangenheit? Autobrücke über den Breitenbachplatz (Foto: Initiative Breitenbachplatz)

Dass Beharrlichkeit, offener Dialog, Professionalität und Einbindung externer Experten zum Erfolg führen, zeigt gerade die Initiative Breitenbachplatz: Unter der klugen Leitung von Ulrich Rosenbaum hat sie erreicht, dass das Abgeordnetenhaus am 16. Mai 2019 über den Rückbau des Brückenbauwerks debattiert. Zuvor hatten die Bezirksverordnetenversammlungen in Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf sich einstimmig hinter das Ziel des Brückenrückbaus gestellt. Eingebracht hat den Antrag 18/1527 die CDU-Fraktion. Die Initiative Bundesplatz gratuliert unserer „Schwesterinitiative“ zu diesem Meilenstein auf dem Weg zur menschengerechten Stadt. Des Weiteren diskutieren die MdA an diesem Tag noch über die Deckelung der A 100.

Chance vertan: Bundesallee bleibt vorerst Rennstrecke

Wieder einmal hat das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf eine Chance vertan, über die Bauleitplanung  den autobahnähnlichen Straßenquerschnitt der Bundesallee zu verändern und für mehr Flächengerechtigkeit zu sorgen. In den „Textlichen Festsetzungen“ zum Bebauungsplan IX-36-2 wird ausdrücklich darauf verwiesen, dass „die Einteilung der Straßenverkehrsfläche nicht Gegenstand der Festsetzung ist“, obwohl die B-Plangrenze in der Fahrbahnmitte verläuft. Ebenso wird auf die Durchführung einer Umweltprüfung verzichtet.

Mit dem Bebauungsplanentwurf werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die bauliche Erweiterung des Seniorenzentrums „Werner-Bockelmann-Haus“ geschaffen. Vor gut einem Jahr hörte sich das noch ganz anders an: In einem Gespräch mit dem Vorstand der Initiative Bundesplatz e.V. erklärte Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger damals, er könne sich sehr gut vorstellen, “ im B-Plan Verfahren bei einer eventuellen Erweiterung der Seniorenanlage den „Straßenquerschnitt der Bundesallee anzugehen.“ Nun wird jedoch die autogerechte Festsetzung des Plans von 1973 einfach fortgeschrieben.

Einladung zum Mitgliedertreffen am 07. Mai 2019

Auf der Mitgliederversammlung haben wir auch einen neuen Rhythmus für unsere regelmäßigen Treffen vereinbart.
 
Es bleibt beim ersten Dienstag im Monat. Aber wir treffen uns monatlich im Wechsel  im Bistro der Caritas und den nächsten Monat dann als offener Stammtisch im Athena-Grill.
 
Am Dienstag, 7. Mai 2019 treffen wir uns wie gewohnt um 20 Uhr im Bistro der Caritas.
 
Als Schwerpunkt wollen wir uns dieses Mal mit dem Thema Mobilität beschäftigen.
 
Dazu konnten wir unser Mitglied Bernhard Strohmayer als Referenten gewinnen. Hauptberuflich arbeitet er in der Geschäftsstelle des Bundesverbandes Erneuerbare Energien e.V. (BEE) mit den Schwerpunkten Energiemärkte und Mobilität. Er beschäftigt sich mit Fragen zur Verbesserung und klimafreundlichen Umgestaltung des Verkehrs, ein Thema, das uns ja auch schon lange beschäftigt.
 
Wie kann eine Energie- und Mobilitätswende in der wachsenden Stadt funktionieren? Indem alle auf Elektromobilität umsteigen? Wie soll dabei die Umsetzung erfolgen? Gibt es neue Impulse aus dem Berliner Mobilitätsgesetz für den Bundesplatz? Wie können wir uns wieder stärker einbringen? Gemeinsam wollen wir diese Fragen und weitere Möglichkeiten für Aktivitäten mit Bernhard diskutieren.
 
Auch gibt es zu Beginn einen kurzen Bericht zum Stand der Neugestaltung des Vorplatzes und wie es jetzt weiter geht. 
 
Außerdem steht der Vorschlag im Raum, ob wir uns am Tag der Nachbarschaft am 25. Mai mit einem Picknick auf dem Bundesplatz beteiligen sollen. Nähere Infos unter www.tagdernachbarn.de. Wer hat Lust und Zeit, sich daran zu beteiligen?
 
Zudem wollen wir uns am Leon-Jessel-Platz Fest am 18. Mai gemeinsam mit anderen Initiativen beteiligen.
 
Das nächste „Gärtnern im Kiez“ ist dann am 11. Mai in der Zeit von 10 – 14 Uhr.

Bundesallee soll Flaniermeile werden / Neues Projekt der Initiative Bundesplatz

(WS) Die Initiative Bundesplatz e.V. lädt Anwohner, Politik und Verwaltung dazu ein, mit ihr gemeinsam über eine Neugestaltung des Straßenraums und die Schaffung von mehr Lebensqualität an der Bundesallee zu sprechen. Auf ihrer Mitgliederversammlung am 5. März 2019 hat die Initiative dazu ein neues Projekt gestartet. Für die fachliche Expertise hat sie die Wilmersdorfer Landschaftarchitektin Christina Kautz gewinnen können, die auch der Planungsgruppe Stadtkern Berlin angehört.

In einem ersten Schritt soll eine Vision  für den Straßenraum vom nördlichen Tunnelausgang bis zur Fußgängerbrücke über die Bundesallee in Höhe des Volksparks entwickelt werden. Ziel ist es, wieder mehr Flanierqualität zu schaffen. Auf diesem kurzen Stück Bundesallee manifestieren sich derzeit noch die Relikte der autogerechten Stadt: Lärm, überdimensionierte Fahrspuren, Durchtrennung des Volksparks, autobahnähnliche Möblierung des Straßenraums mit Schilderbrücken, Leitplanken und Sperrgittern. Das alles lädt zum Rasen ein: Die beiden fest installierten Messstellen an der Bundesallee registrierten 2018 mehr als 9.000 (!) Rotlicht- und Geschwindigkeitsverstöße.