Alle Beiträge von Wolfgang Severin

Ein Tun­nel zer­schnei­det einen Stadt­teil: Harald Loch vom “Zau­ber­berg” klagt an

Bundesplatz Tunnel
Bun­des­platz Tun­nel

Harald Loch von der tra­di­ti­ons­rei­chen Buch­hand­lung “Der Zau­ber­berg” in Frie­denau, Bun­des­al­lee 133, beschreibt, wie “sein” Stadt­quar­tier von dem auto­ge­rech­ten Aus­bau der Bun­des­al­lee zer­schnit­ten und jeg­li­che Fla­nier­qua­li­tät zer­stört ist. Der Autor ist im Jahr 1941 in der Gör­res­stra­ße gebo­ren und hat vie­le Jah­re sei­nes Lebens in die­sem Teil Frie­den­aus gelebt und gear­bei­tet. Harald Loch begrüßt die Zukunfts­werk­statt zum Bun­des­platz am 12./13. Okto­ber und 23./24. Novem­ber 2013 und hofft, dass sie zu einem Umden­ken führt.

Ein Tun­nel zer­schnei­det einen Stadt­teil

Bezirk und BSR zie­hen mit: zusätz­li­che Bän­ke und Papier­kör­be auf dem Bun­des­platz

Neue Papierkörbe am Bundesplatz
Neue Papier­kör­be am Bun­des­platz

Seit die mitt­ler­wei­le 200 Mit­glie­der star­ke Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. den Bun­des­platz auf­ge­wer­tet hat und kon­ti­nu­ier­lich pflegt, hat sich die Zahl der Nut­zer des öffent­li­chen Grüns deut­lich erhöht. Immer mehr Besu­cher fla­nie­ren vom Süd­ende des Plat­zes an den neu ange­leg­ten Hoch­bee­ten vor­bei und suchen einen direk­ten Zugang in die Main­zer Stra­ße. Das Grün­flä­chen­amt des Bezirks hat jetzt zusätz­li­che Kurz­bän­ke bereit­ge­stellt, das Tief­bau­amt zusätz­li­che Pfäh­le gesetzt und die BSR wei­te­re Papier­kör­be ange­bracht. Die Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. bedankt sich bei allen Betei­lig­ten.

BVV beschäf­tigt sich mit dem Umfeld des S- und U‑Bahnhofs Bun­des­platz

Nach einem Rund­gang von Bun­des- und Bezirks­po­li­ti­ke­rIn­nen von Bünd­nis 90/Die Grü­nen mit Vor­stand und Mit­glie­dern der Initia­ti­ve Bun­des­platz e. V. durch die Bern­hard­stra­ße und über den so genann­ten P+R Park­platz unter der Stadt­au­to­bahn hat die Grü­nen-Frak­ti­on in der Bezirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung (BVV) jetzt drei Anträ­ge zur Bera­tung in den Fach­aus­schüs­sen ein­ge­bracht. Sie haben eine Ver­bes­se­rung der städ­te­bau­li­chen, archi­tek­to­ni­schen und gestal­te­ri­schen Misstän­de zum Inhalt und for­dern:

Wäh­rend anders­wo in Ber­lin auf die Zugän­ge zu S‑Bahnhöfen hin­ge­wie­sen wird, feh­len die­se Schil­der an der Wex­stra­ße. Der Antrag for­dert den Bezirk auf, sich bei den zustän­di­gen Stel­len für eine Aus­schil­de­rung des öst­li­chen Zugangs zum Bahn­hof ein­zu­set­zen.

Marc Schul­te: “Tun­nel­zu­schüt­tung vor­stell­bar” / Initia­ti­ve Bun­des­platz ist Erwin-Barth-Preis­trä­ge­rin

Viel Bei­fall gab es am Frei­tag (13.09.13.) als Bezirks­stadt­rat Marc Schul­te zusam­men mit der BVV-Vor­ste­he­rin Judith Stück­ler und Bezirks­bür­ger­meis­ter Rein­hard Nau­mann die Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. mit dem Erwin-Barth-Preis 2013 aus­zeich­ne­te. Der Preis wird für das ehren­amt­li­che Enga­ge­ment in der Grün­pfle­ge ver­ge­ben und ist nach dem eins­ti­gen Gar­ten­di­rek­tor von Char­lot­ten­burg und Groß-Ber­lin benannt. In sei­ner lau­ni­gen Lau­da­tio hob Marc Schul­te her­vor, dass die Initia­ti­ve den trost­lo­sen Bun­des­platz in eine “blü­hen­de Anla­ge” ver­wan­delt hat.

Beson­ders erfreut waren Vor­stand, Mit­glie­der, Freun­de und Gäs­te der Initia­ti­ve Bun­des­platz, die in gro­ßer Zahl mit auf das “Fest der Natio­nen” zum Pra­ger Platz gekom­men waren, dass der Bezirks­po­li­ti­ker in der Öffent­lich­keit erklär­te,ich kann mir gut vor­stel­len, wenn das Geld dafür da ist, den Bun­des­platz­tun­nel zuzu­schüt­ten”, und ver­wies in die­sem Zusam­men­hang auf den ehe­ma­li­gen Tun­nel am Breit­scheid­platz.

Rea­li­tät über­trifft Sati­re: Wil­de Müll­kip­pe auf P+R Platz wächst wei­ter – BSR nicht zustän­dig

Ein Müllberg von vielen
Ein Müll­berg von vie­len

Seit Mona­ten ärgern sich Anwoh­ne­rIn­nen und Pas­san­ten über die wei­ter wach­sen­den ille­ga­len Müll­hal­den auf dem Park­platz unter der Stadt­au­to­bahn und dem öst­li­chen S‑Bahn Zugang. Wie einem Brief des Bezirks­am­tes Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf auf eine Ein­ga­be eines Mit­glieds der Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. zu ent­neh­men ist, wird die BSR in die­ser Ange­le­gen­heit nicht mehr tätig”Das Ord­nungs­amt des Bezirks hat die mes­ser­schar­fe, zutref­fen­de und es ent­las­ten­de Fest­stel­lung getrof­fen, dass der Abla­ge­ort des Mülls nicht zum öffent­li­chen Stra­ßen­land gehört .…”. Wie aus dem Brief her­vor­geht, steht die Flä­che im Eigen­tum des Bun­des­au­to­bahn­ver­mö­gens. Immer­hin ist das Ord­nungs­amt “tätig” gewor­den und hat die “in zwei Ort­be­sich­ti­gun­gen gesam­mel­ten Erkennt­nis­se” der Auto­bahn­meis­te­rei bekannt­ge­ge­ben. Der Brief im Wort­laut: Müll­Bern­hard­str.

Erwin-Barth-Preis 2013 geht an die Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V.

Für ihr Enga­ge­ment bei der ehren­amt­li­chen Pfle­ge des öffent­li­chen Grüns am Bun­des­platz erhält die 2010 gegrün­de­te Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. den Erwin-Barth-Preis 2013. Im ver­gan­ge­nen Jahr war die Initia­ti­ve mit dem Bür­ger­preis des Deut­schen Natur­schutz­prei­ses aus­ge­zeich­net wor­den. Der Preis wird der Initia­ti­ve am Frei­tag, den 13. Sep­tem­ber 2013, um 17.30 Uhr, auf dem Pra­ger Platz, anläss­lich des Fes­tes der Natio­nen von Bezirks­stadt­rat Marc Schul­te ver­lie­hen.

Erwin Barth war von 1912–1926 Gar­ten­bau­di­rek­tor von Char­lot­ten­burg. Er war einer der wich­tigs­ten Ver­tre­ter der Volks­gar­ten­be­we­gung Anfang des 20. Jahr­hun­derts. 1926 wur­de er zum Stadt­gar­ten­di­rek­tor von Groß-Ber­lin beru­fen und übte das Amt bis 1929 aus. Höhe­punkt sei­ner Kar­rie­re war 1929 die Beru­fung zum ers­ten deut­schen Pro­fes­sor für Gar­ten­ge­stal­tung. Er hat u.a. den Liet­zen­see­park und den Savi­gny­platz sowie den Wald­fried­hof Stahns­dorf geplant und gestal­tet, wo er auch bei­gesetzt ist. Im 53. Lebens­jahr wähl­te er 1933 nach der NS-Macht­er­grei­fung den Frei­tod.

Initia­ti­ve ruft zu Betei­li­gung und Mit­wir­kung auf ! Zukunft­werk­statt für den Bun­des­platz

Blumen am Bundesplatz
Blu­men am Bun­des­platz

Auf einer Zukunfts- und The­men­werk­statt wol­len die Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. und der Bezirk Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf an zwei Wochen­en­den im Okto­ber (12./13.) und Novem­ber (23./24.)2013 eine stadt­ver­träg­li­chen Per­spek­ti­ve (Ver­kehr, Woh­nen, Umwelt, Sozia­les) für das Stadt­quar­tier um den Bun­des­platz ent­wi­ckeln. Alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sind ein­ge­la­den, dar­an mit­zu­wir­ken. Der Bezirk hat für die Orga­ni­sa­ti­on und Durch­füh­rung der Zukunfts­werk­statt 25.000 Euro bereit­ge­stellt, 5.500 Euro steu­ert der Ver­ein aus eige­nen Mit­teln bei. Pro­jekt­an­trag und Zuwen­dungs­ver­trag lesen Sie hier: Vertrag_Endfassung200713 Pro­jekt­an­trag

Gemein­sam mit den Bür­ge­rIn­nen im Kiez wer­den auf der Zukunfts­werk­statt städ­te­bau­li­che und ver­kehr­li­che Handlungs­feldern her­aus­ge­ar­bei­tet. Dabei wird ein beson­de­res Augen­merk auf die erfor­der­li­chen bau­li­chen und gestal­te­ri­schen Maß­nah­men im Stadt­raum Bun­des­platz gelegt. Die gesamt­städ­ti­schen Zusam­men­hän­ge sol­len dabei beach­tet wer­den.

“Grü­ner Pfeil” Ecke Bundesplatz/Wexstraße abge­schafft.

Eine gro­ße Gefah­ren­quel­le für Fuß­gän­ge­rIn­nen und Rad­fah­re­rIn­nen am Bun­des­platz ist end­lich besei­tigt: Der Auto­ver­kehr aus Rich­tung Süden (Bun­des­al­lee, Süd­west­kor­so) darf bei roter Ampel nicht mehr vom Bun­des­platz rechts in die Wex­stra­ße ein­bie­gen. Der “Grü­ne Pfeil”, der dies bis­lang zuließ, ist ent­fernt wor­den. Die Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. hat­te sich auf kom­mu­na­ler- und Senats­ebe­ne für sei­ne Abschaf­fung ein­ge­setzt.

Jetzt hof­fen die Mit­glie­der der Initia­ti­ve, dass durch die ent­ste­hen­de “Ampel­pau­se” nun auf der Wex­stra­ße auch der Zugang zum öst­li­chen S‑Bahneingang und zum Var­zi­ner Platz (Bern­hard­stra­ße) wie­der leich­ter wird.