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Fern­gü­ter­zü­ge kom­men: Bahn lehnt früh­zei­ti­gen Dia­log mit Bür­gern ab / Kein Lärm­schutz mit hohem Stan­dard geplant.

Die Deut­sche Bahn AG zeigt kei­ne erkenn­ba­re Bereit­schaft, die Anwoh­ner über den geplan­ten Bau einer Güter­fern­ver­kehr-Tras­se, par­al­lel zum S‑Bahn Süd­ring, aktiv und früh­zei­tig zu infor­mie­ren. Auch einen Lärm­schutz mit hohem Stan­dard lehnt sie ab. Das geht aus der Ant­wort des Bezirks­am­tes Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf auf eine Anfra­ge von Alex­an­der Kaas Eli­as, Mit­glied derBVV-Frak­ti­on Bünd­nis 90/Die Grü­ne und der Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V., her­vor.

1. Inwie­weit wur­de das Bezirks­amt in die Pla­nun­gen der Deut­schen Bahn AG ein­be­zo­gen, nun doch den süd­west­li­chen Schie­nen­in­nen­ring für Fern­zug­ver­kehr zu ertüch­ti­gen?
Eine Ein­be­zie­hung des Bezirks­am­tes in die Pla­nun­gen hat es im Sin­ne der Anfra­ge nicht gege­ben. Zu einem frü­he­ren Zeit­punkt (ca. 2012) hat es auf Fach­ebe­ne Vor­ab­stim­mun­gen sei­tens der DB mit dem Umwelt- und Natur­schutz­amt hin­sicht­lich boden­schutz- und natur­schutz­recht­li­cher Fra­gen gege­ben (Umgang mit Bodenverunreinigungen/ Boden­aus­hub, mit zu ent­fer­nen­den Vege­ta­ti­ons­be­stän­den). Die­se Gesprä­che wur­den sei­tens der DB nicht wei­ter­ge­führt. Das Bezirks­amt hat von den wie­der auf­ge­grif­fe­nen Pla­nun­gen ledig­lich aus der Pres­se erfah­ren.

Par­ti­zi­pa­ti­on – Mode­wort oder ernst gemeint? Wien nimmt sei­ne Bür­ger mit

(SP) Die Betei­li­gung der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger an der Stadt­ent­wick­lung und an Pla­nungs­ver­fah­ren ist spä­tes­tens seit dem Bür­ger­ent­scheid zum Flug­ha­fen­ge­län­de Tem­pel­hof auch in Ber­lin in aller Mun­de. Aber wie ernst gemeint sind hier­zu­lan­de die soge­nann­ten Ange­bo­te, Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner über die gesetz­lich gere­gel­ten Ver­fah­ren hin­aus früh­zei­tig in Pla­nun­gen ein­zu­bin­den, loka­les Know-how zu inte­grie­ren und auf Augen­hö­he zu dis­ku­tie­ren und zu ent­schei­den? Eini­ge Pro­jek­te wie der geplan­te öffent­li­che Dia­log zum “Rat­haus­fo­rum” in Mit­te geben Anlass zur Hoff­nung. Jedoch fehlt ein für alle Pla­nungs­trä­ger in Ber­lin ver­bind­li­ches trans­pa­ren­tes, kom­mu­ni­ka­ti­ves Ver­fah­ren, das aus ein­zel­nen guten Ansät­zen ech­te Par­ti­zi­pa­ti­on macht.

Wie­der geht Wien mit gutem Bei­spiel vor­an. Soeben hat der Magis­trat der öster­rei­chi­schen Haupt­stadt sei­nen “Mas­ter­plan für eine par­ti­zi­pa­to­ri­sche Stadt­ent­wick­lung” öffent­lich zur Dis­kus­si­on gestellt. Im Som­mer 2015 soll der Plan ver­ab­schie­det wer­den.

End­lich wie­der zu sehen: Aus­stel­lung von Foto­gra­fi­en von Fritz und Klaus Eschen

Rund um den Kaiserplatz“VON MEI­NEM VATER HABE ICH SEHEN GELERNT!
Foto­gra­fi­en aus der Nach­kriegs­ge­schich­te unse­rer Stadt von Fritz und Klaus Eschen. Aus­stel­lung im Kurt-Schu­ma­cher-Haus vom 11. März bis 10. April 2015

FRITZ ESCHEN (1900 – 1964) und KLAUS ESCHEN (*1939), Vater und Sohn, die bei­de jahr­zehn­te­lang am Kai­ser- und Bun­des­platz leb­ten, haben mit ihren Foto­gra­fi­en Ber­li­ner Stadt­ge­schich­te geschrie­ben. Bei­de waren Fla­neu­re, sie durch­wan­der­ten die sich all­täg­lich ver­än­dern­de Stadt, in der sie zu Hau­se waren und die sie lieb­ten. Mit ihrer Kame­ra wur­den sie zu bewun­der­ten Chro­nis­ten Ber­lins und des heu­ti­gen Bun­des­plat­zes.

Sie sin­gen wie­der: Kon­zert der Capel­la Kreuz­berg in der Lin­den­kir­che

Eini­ge Mit­glie­der der Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. enga­gie­ren sich nicht nur in der Pfle­ge des Plat­zes, son­dern sin­gen auch. So auch Ursu­la Mül­ler-Brod­mann. Sie ist Mit­glied der Capel­la Kreuz­berg, dem Kon­zert­chor der Ber­li­ner Stadt­mis­si­on. Am Sams­tag, den 21. März 2015 um 19.00 Uhr, gas­tiert der Chor mit a‑ca­pel­la-Wer­ken in Wil­mers­dorf, und zwar in der Lin­den­kir­che, Hom­bur­ger Stra­ße 48. Wer das Kon­zert dort ver­säumt, kann es am Sonn­tag in der Emma­us­kir­che in Kreuz­berg nach­ho­len, aller­dings schon um 17.00 Uhr. Pla­kat hier:a capella_Mail_A6

Euro­päi­sche Haupt­städ­te gehen neue Mobi­li­täts­we­ge – Ber­lin fällt ab

(SP) Nicht nur Wien geht neue Wege in Sachen Mobi­li­tät (s. Bei­trag auf die­ser Sei­te vom 28. Febru­ar), auch die Haupt­städ­te Paris und Madrid legen jetzt neue Kon­zep­te für die Redu­zie­rung der Belas­tun­gen durch den Ini­di­vi­du­al- und Güter­ver­kehr vor. Allein Ber­lin ver­harrt in ver­al­te­ten Struk­tu­ren und Denk­mus­tern. Per­so­nal­man­gel allein kann hier nicht der Grund sein, viel­mehr feh­len polit­scher Wil­le und Kon­zep­te.

So plant die neue Pari­ser Bür­ger­meis­te­rin Anne Hidal­go die Umwid­mung der vier zen­tra­len Innen­stadt­be­zir­ke zu “Halb­fuß­gän­ger­zo­nen”, in denen zukünf­tig nur noch Bus­se, Fahr­rä­der, Taxis, Lie­fer­wa­gen, Ret­tungs­fahr­zeu­ge und Anwoh­ner-PKW ver­keh­ren dür­fen. Zunächst nur am Wochen­en­de, dann aber schritt­wei­se auch an den Wochen­ta­gen. Dar­über hin­aus wird – mit weni­gen Aus­nah­men – flä­chen­de­ckend Tem­po 30 ein­ge­führt. Auch Begeg­nungs­zo­nen, in denen Fuß­gän­ger und Fahr­rad­fah­rer Prio­ri­tät haben, wer­den ein­ge­rich­tet. In Ber­lin wird das sei­tens der Senats­ver­wal­tung stets als “nicht rea­li­sier­bar” abge­lehnt.

Schwer­punkt im Wis­sen­schafts­jahr 2015: Die Zukunft der Stadt

Im Wis­sen­schafts­jahr 2015 laden die Helm­holtz-Gemein­schaft und die Hum­boldt-Uni­ver­si­tät zu Ber­lin zu gemein­sa­men Sonn­tags­vor­le­sun­gen ein: „Zukunfts­stadt“ lau­tet das Ober­the­ma, wenn „Unter den Lin­den“ in bes­ter Ber­li­ner Wis­sen­schafts­tra­di­ti­on aktu­el­le For­schungs­fra­gen der Stadt­ent­wick­lung aus unter­schied­li­chen Blick­win­keln dis­ku­tiert wer­den.

„Wie leben wir mor­gen – Die Stadt der Zukunft liegt in unse­rer Hand!” -

Bei den Sonn­tags­vor­le­sun­gen dreht es sich um die Stadt von mor­gen: Wie wer­den wir uns fort­be­we­gen – mit dem guten alten Auto oder mit selbst­fah­ren­den Fahr­zeu­gen? Sol­len wir viel­leicht doch lie­ber aufs Land zie­hen? Und: Was ist mit der Ver­sor­gung – wer­den wir genü­gend Ener­gie und Nah­rung haben? Im Anschluss an die Vor­le­sun­gen besteht gene­rell die Mög­lich­keit, Fra­gen zu stel­len und mit den Exper­ten zu dis­ku­tie­ren.

Mobi­li­tät braucht men­schen- und umwelt­ge­rech­ten Ver­kehr: Wie Wien sich auf die Zukunft vor­be­rei­tet

(WS) Vor­weg eine gute Nach­richt: Ber­lin wächst rasant, immer mehr Men­schen ent­schei­den sich, hier ihren Lebens­mit­tel­punkt zu neh­men. Was lei­der nicht in der glei­cher Dyna­mik mit­wächst, ist die Bereit­schaft der Ber­li­ner Lan­des­po­li­tik, dar­aus recht­zei­tig die rich­ti­gen Schlüs­se zu zie­hen. Neben der Woh­nungs­bau- und Mie­ten­po­li­tik, in der viel zu spät eine Wei­chen­stel­lung erfolg­te (dafür konn­te es in den “Nuller­jah­ren” bei der Pri­va­ti­sie­rung lan­des­ei­ge­ner Woh­nun­gen nicht schnell genug gehen), droht Ber­lin ein wei­te­res Fias­ko auf einem wich­ti­gen Zukunfts­feld: in der Mobi­li­täts­po­li­tik. Dabei ist sie die Grund­la­ge für die wei­te­re posi­ti­ve Ent­wick­lung der Stadt.

Ein­la­dung zum Mit­glie­der­treff

Mitgliedertreffen in den Räumen der Caritas am Bundesplatz
Mit­glie­der­tref­fen in den Räu­men der Cari­tas am Bun­des­platz

(SP) Am Diens­tag, den 03. März, um 20.00 Uhr, fin­det der nächs­te Mit­glie­der­treff der Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. im Bis­tro der Cari­tas, Bundesplatz/Ecke Tübin­ger Stra­ße, statt.

Neben den Infor­ma­tio­nen des Vor­stands u.a. zum aktu­el­len Sach­stand über den Bau­an­trag des Bezirks Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf für die Fuß­gän­ger­über­gän­ge an den Span­gen des Bun­des­plat­zes und zum Jah­res­auf­takt­ge­spräch mit dem Grün­flä­chen­amt wol­len wir über die Auf­ga­ben und Orga­ni­sa­ti­on der Arbeits­grup­pen dis­ku­tie­ren und Ter­mi­ne für die nächs­ten Aktio­nen der Initia­ti­ve fest­le­gen.

Wir freu­en uns auf Ihr Kom­men!