Tun­nel­blick am Bundesplatz


Tun­nel­blick am Bundesplatz

Der „Tun­nel­blick“ macht auf das zen­tra­le städ­te­bau­li­che Pro­blem des Bun­des­plat­zes auf­merk­sam: Die Ein­fahrt des Bun­des­platz­tun­nels zer­schnei­det den Bun­des­platz. Der Auto­tun­nel der Bun­des­al­lee ist ein Relikt der auto­ge­rech­ten Stadt­pla­nung der 1960er-Jahre. 

Die sym­bo­li­sche Ein­wei­hung des „Tun­nel­blicks am Bun­des­platz“ pran­gert den poli­ti­schen Still­stand am Bun­des­platz an und soll den Hand­lungs­druck unter­strei­chen. Es muss begon­nen wer­den, die Relik­te der auto­zen­trie­ren Stadt zu über­win­den. Bau­wer­ke wie die Tun­nel der Bun­des­al­lee pas­sen nicht in ein moder­nes und lebens­wer­tes Ber­lin. Es ist Zeit für eine ehr­li­che Bewer­tung der Belas­tun­gen (Ver­kehr, Lärm, Bar­rie­re­wir­kung, inef­fi­zi­en­te und ein­sei­ti­ge Flä­chen­nut­zung, Kos­ten, …). Es ist Zeit für den poli­ti­schen Mut, die Feh­ler der Ver­gan­gen­heit am Bun­des­platz zu korrigieren.