Wei­te­re 17 Stol­per­stei­ne am Bun­des­platz

Lie­be Nach­barn,

Wil­mers­dorf hat­te mit 14 % der Bevöl­ke­rung den abso­lut höchs­ten Anteil jüdi­scher Bevöl­ke­rung aller Ber­li­ner Bezir­ke. Da liegt es beson­ders nahe, sich auf die Spu­ren­su­che nach ehe­ma­li­gen Nach­barn zu bege­ben.

Mit­glie­der der Initia­ti­ve Bun­des­platz haben in den letz­ten Jah­ren zu Depor­tier­ten und Ermor­de­ten, die einst als Nach­barn am Bun­des­platz gelebt haben, wei­ter recher­chiert. Das Ergeb­nis sind 17 Per­so­nen, für die noch kei­ne Stol­per­stei­ne ver­legt wur­den. Nach lan­ger War­te­zeit soll­ten die Stei­ne am 23. Novem­ber 2020 durch den Künst­ler Gun­ter Dem­nig, ver­legt wer­den. Auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie wur­de die­ser Ter­min kurz­fris­tig wie­der abge­sagt. Die Stol­per­stei­ne sind jedoch bestellt und sol­len im kom­men­den Jahr bei der nächs­ten Gele­gen­heit ver­legt wer­den. Wir wer­den dazu auf unse­rer Web­sei­te infor­mie­ren.

Die Stol­per­stei­ne kos­ten jeweils 120 €. Somit sind also ins­ge­samt 2.040 € auf­zu­brin­gen. Wir wür­den uns sehr freu­en, wenn Sie sich dar­an betei­li­gen.

Spen­den gehen auf das Spen­den­kon­to Stol­per­stei­ne bei der Bezirks­kas­se Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf:

Bezirks­kas­se Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf
IBAN: DE89 1001 0010 0004 8861 01
BIC: PBNKDEFF
Ver­wen­dungs­zweck: 0634 000 2681 12
Stich­wort: Bun­des­platz

Spen­den bis 200 € wer­den vom Finanz­amt gegen Kopie des Über­wei­sungs­be­le­ges aner­kannt. Soll­ten die ein­ge­hen­den Spen­den die benö­tig­te Sum­me über­schrei­ten, wer­den die Mit­tel für wei­te­re Stol­per­stei­ne ein­ge­setzt, bspw. für von Schu­len initi­ier­te Stol­per­stein­re­cher­chen.

Down­load Flug­blatt: Neue Stol­per­stei­ne am Bun­des­platz

Hier nun eine Über­sicht über die Per­so­nen, für die Stol­per­stei­ne ver­legt wer­den sol­len:

Online-Peti­ti­on zum Vor­ha­ben Müh­len­damm­brü­cke

Wei­ter­ga­be einer Anfra­ge mit der Bit­te um Unter­stüt­zung.

Der Ber­li­ner Senat plan­te bereits Ende Sep­tem­ber die­sen Jah­res den euro­pa­wei­ten Wett­be­werb zum Neu­bau der “Müh­len­damm­brü­cke“ ohne Betei­li­gung aus­zu­lo­ben.

Die Aus­schrei­bung wäre nach einer Ver­öf­fent­li­chung nicht mehr zu stop­pen und es soll­te dann ab 2023 eine 45m brei­te Brü­cke mit 2–3 KFZ-Spu­ren je Fahrt­rich­tung gebaut wer­den. Ein sol­ches Brü­cken­bau­werk ist i.d.R. auf eine Nut­zungs­dau­er von 80 Jah­ren aus­ge­legt und domi­niert so über Jahr­zehn­te den his­to­ri­schen Stadt­kern. Die Aus­lo­bung wur­de auf Grund des Drucks von Initia­ti­ven zwar vor­erst ver­scho­ben, doch dies ist wei­ter­hin jeder­zeit mög­lich, wenn der öffent­li­che Druck nach­lässt!

100 Jah­re Städ­te­bau für Groß-Ber­lin “Welt­stadt und Kiez, Vor­bild und Schreck­bild”

so lau­tet der Titel eines Vor­trags von Prof. Dr. Harald Boden­schatz am Don­ners­tag, 22.10. um 19:30 Uhr, in der Ura­nia Ber­lin. Der Vor­trag umreißt span­nend die Stadt­bau­ge­schich­te Ber­lins von 1920 bis heu­te und erzählt von dem rei­chen Erbe, den har­ten Brü­chen, den Fol­gen von Zer­stö­rung und Auf­bau, von ein­zig­ar­ti­gen und fas­zi­nie­ren­den Orten mit ihren Chan­cen und Pro­ble­men. Ein Ter­min, der „Pflicht“ ist für alle, die wis­sen wol­len, war­um Ber­lin so ist, wie es ist.

Harald Boden­schatz ist der Initia­ti­ve Bun­des­platz seit vie­len Jah­ren freund­schaft­lich ver­bun­den. Aus Anlass des 100jährigen Jubi­lä­ums von Groß Ber­lin hat er die Aus­stel­lung „Unvoll­ende­te Metro­po­le“ (täg­lich noch bis zum 3. Janu­ar 2021) im Kron­prin­zen­pa­lais, Unter den Lin­den 3, kura­tiert. Bun­des­platz und ‑allee sind hier an her­aus­ge­ho­be­ner Stel­le prä­sent: Als Mit­tel­punkt der „Cars­tenn-Figur“ Vor­bild für eine men­schen­ge­rech­te Stadt­raum­form, heu­te als Auto­ver­kehrs­kno­ten mit tren­nen­dem Tun­nel ein Schreck­bild.

Akti­ons­tag “Nach­pflan­zun­gen” am Sams­tag 10. Okto­ber 2020

Die Land­schafts­pla­ne­rin Mona Ker­kow, die auch schon vor Jah­ren zusam­men mit Wil­fried Tig­ges die pro­fes­sio­nel­len Pflanz­plä­ne für die Erst­be­pflan­zung des Bun­des­plat­zes erstellt hat­te, hat die Bee­te auf der West­sei­te und ent­lang der neu­en Fuß­gän­ger­que­rung über­plant. Nach mehr als fünf Jah­ren zei­gen sich Lücken und es muss nach­ge­pflanzt wer­den.

Unser Akti­ons­tag “Gärt­nern im Kiez / Nach­pflan­zun­gen” am Sams­tag 10. Sep­tem­ber 2020 stellt daher der Höhe­punkt der gärt­ne­ri­schen Arbei­ten am Bun­des­platz im Jahr 2020 dar. Unter der fach­li­chen Anlei­tung von Mona Ker­kow, wird die wird das neue Pflan­zen­kon­zept umge­setzt. Zahl­rei­che Blu­men, Grä­ser, Kräu­ter und auch eini­ge Stau­den sol­len in der Zeit von 10 Uhr bis 14 Uhr ein­ge­pflanzt wer­den. Treff­punkt ist wie immer das Gerä­te­häus­chen auf der west­li­chen Grün­span­ge des Bun­des­plat­zes.

Ein Platz vol­ler Geschich­ten: 1920 Kai­ser­platz I Bun­des­platz 2020

Herz eines städ­te­bau­li­chen Gesamt­kunst­wer­kes?

Der in den Zwan­zi­gern umge­stal­te­te Kai­ser­platz ist nur einer der vie­len ver­lo­re­nen Plät­ze des moder­nen, mitt­ler­wei­le weit­ge­hend ver­ges­se­nen Gar­ten­künst­lers Richard Thie­me. Sei­ne 42 Jah­re lan­ge wäh­ren­de Tätig­keit für die Grün­ge­stal­tung Wil­mers­dorfs war sein Lebens­werk. Wäh­rend die in der Hälf­te der Zeit ent­stan­de­nen Grün­an­la­gen sei­nes berühm­ten Kol­le­gen Erwin Barth in Char­lot­ten­burg zum Groß­teil erhal­ten bzw. rekon­stru­iert
wer­den konn­ten, sind Thie­mes Wil­mers­dor­fer Platz­ge­stal­tun­gen gänz­lich in Ver­ges­sen­heit gera­ten und wer­den sprich­wört­lich vom Ver­kehr über­rollt.

Bereits 1928 zeugt ein Luft­bild von der durch­gän­gi­gen, hoch­wer­ti­gen Grün­ge­stal­tung des Bezirks: Rings um den dama­li­gen Kai­ser­platz doku­men­tie­ren moder­ne Grün­an­la­gen mit Kin­der­spiel­be­rei­chen und aus­dau­ern­den Stau­den­pflan­zun­gen, wohl­pro­por­tio­nier­te Stadt­stra­ßen mit grü­nem Gleis­bett und Vor­gar­ten­zo­nen das stil­le Werk Richard Thie­mes. Ledig­lich im mitt­le­ren Teil des Volks­par­kes konn­te er sei­ne Ideen nie umset­zen.

10 Jah­re Initia­ti­ve Bun­des­platz – 10 Jah­re aktiv für mehr Lebens­qua­li­tät im Kiez

Der Bun­des­platz hat durch ver­kehrs­ge­rech­ten Umbau vor inzwi­schen über 50 Jah­ren sei­ne ursprüng­li­che städ­te­bau­li­che Funk­ti­on ver­lo­ren. Die urba­ne Qua­li­tät des Platz­um­felds und des gesam­ten Stadt­quar­tiers lei­det dras­tisch unter der auf Ver­kehrs­in­fra­struk­tur aus­ge­rich­te­ten Platz­kon­zep­ti­on, was den Platz selbst, sei­ne Umge­bung und die dort leben­den Men­schen belas­tet. Seit zehn Jah­ren tritt die Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. für eine Ver­bes­se­rung ein, gibt Denk­an­stö­ße die Lebens­qua­li­tät am Bun­des­platz zu ver­bes­sern, for­dert Ver­bes­se­run­gen ein und packt nicht zuletzt auch selbst kräf­tig an. Dazu för­dert der Ver­ein Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. den Dia­log mit Nach­barn, Geschäfts­leu­ten, Insti­tu­tio­nen, Poli­tik und Ver­wal­tung. Der Ver­ein will eine Platt­form bie­ten für alle, die Ideen für mehr Lebens- und Stadt­qua­li­tät am Bun­des­platz haben und an der Umset­zung mit­wir­ken wol­len.

Akti­ons­tag “Gärt­nern im Kiez” am Sams­tag 5. Sep­tem­ber 2020

Am Sams­tag, den 05.09.2020 tref­fen wir uns von 10.00 – 14.00 Uhr zum “Gärt­nern im Kiez”. Dies­mal benö­ti­gen wir tat­kräf­ti­ge Hil­fe, denn durch die Platz­pfle­ge in den ver­gan­ge­nen Wochen ist unser Kom­post­hau­fen auf eine statt­li­che Grö­ße ange­wach­sen. Es wur­de ein Con­tai­ner bestellt, in den das Kom­post­gut gela­den wer­den soll. Treff­punkt ist wie immer das Gerä­te­häus­chen auf der west­li­chen Grün­span­ge des Bun­des­plat­zes.

Unser Gieß­plan ist lei­der zur­zeit etwas dünn mit Hel­fern besetzt. Damit wir noch lan­ge Freu­de an unse­ren Bee­ten haben, und auch damit die Stra­ßen­bäu­me die aktu­el­le Dür­re­pe­ri­ode gut über­ste­hen, wer­den drin­gend hel­fen­de Hän­de benö­tigt. 
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