Initiativen-Netzwerk präsentiert sich auf Europafest am 18. Mai

Die Qualität der Stadträume in Wilmersdorf, Friedenau und Dahlem zeitgerecht neu denken, reparieren und wieder sichtbar machen sowie die Nachbarschaften stärken. Darum geht es unserem Netzwerk der Bürgerinitiativen Breitenbachplatz und Wilmersdorfer Mitte, der Initiativen Bundesplatz, Friedrich-Wilhelm-Platz und Prinzregentenstraße sowie der Stadtteilinitiative um den Leon-Jessel-Platz.

Seit Herbst 2018 haben sich die Initiativen regelmäßig getroffen, die jeweiligen Standpunkte und lokalen Besonderheiten präsentiert und sich vor allem über die Gemeinsamkeiten und gemeinsamen Forderungen an Politik und Verwaltung verständigt. Enstanden ist ein Positionspapier, das unter dem Titel „Respekt für die Menschen in unserer Stadt“ die Abkehr von der autogerechten hin zur menschengerechten Stadt fordert. Ein ausgefeilter Maßnahmenkatalog,  in dem sich die Forderungen der einzelnen Initiativen wiederfinden, bildet das Kernstück des Papiers..

Der Autotunnel am Bundesplatz soll endlich weg!

Soll endlich beseitigt werden: Tunnel am Bundesplatz – Relikt der autogerechten Stadt. (Foto: Frank Guschmann)

Seit fast einem Jahrzehnt fordert die Initiative Bundesplatz e. V. mehr Stadt- und Lebensqualität an Bundesplatz und Bundesallee. Voraussetzung dafür ist jedoch die Beseitigung des Tunnels.  Am Donnerstag, den 16. Mai 2019, debattiert nun die Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf  einen Antrag der SPD-Fraktion. Darin wird das Bezirksamt aufgefordert, gemeinsam mit den zuständigen Stellen auf Landesebene zukunftsweisende Konzepte zu entwickeln und in Einwohner*innenversammlungen mit der Stadtgesellschaft  zu diskutieren.

Der Bezirks-Verkehrsausschuss hat diesem Antrag schon zugestimmt. Die Grünen sind dem Antrag beigetreten. Nun hofft die Intiative Bundesplatz e.V. , dass auch die anderen demokratischen Parteien ideologiefrei entscheiden mögen und sich entschließen können, dieses schlimmste Relikt der verfehlten Planung aus den sechziger Jahren endlich zu beseitigen.

Halb so breit ist genug! Allianz gegen die Mühlendammplanung des Senats

Der Mühlendamm, der Ursprungsort Berlins, darf nicht erneut auf Jahrzehnte dem Autoverkehr geopfert werden. Genau das plant aber gegenwärtig der Senat mit der Wiedererrichtung einer 50 Meter breiten Autobahnbrücke über die Spree.  Die Initiative Bundesplatz ist Mitglied einer breiten  Allianz aus den Berliner Vereinen für eine fuss-, fahrad- und nahverkehrsgerechte Stadt und die eine Überarbeitung der Senatspläne fordert.

Die Hauptbotschaft: Halb so breit ist genug! Der Beweis: Die 2×2 Fahrspuren der Leipziger Straße westlich Charlottenstraße, im Bereich der Grabung am Molkenmarkt und in der Greifswalder Straße reichen ja auch aus! Warum sollte der Verkehr im Stadtkernbereich zwischen Charlottenstraße und Otto-Braun-Straße vorrübergehend auf 2×3 oder sogar 2×4 (inkl. Busspur) bis 2×5 (inkl. Bus- und Parkspur) aufweiten?

Initiative bepflanzt Beet an der Tunnelbrüstung

Bei der Umgestaltung der südlichen Platzspitze des Bundesplatzes zur Platzgewinnung für den Wochenmarkt (Montag- und Donnerstagvormittag) ist als Ersatz der gerodeten Hecke vom Tiefbauamt des Bezirks ein neues Beet angelegt worden. Wie die Initiative Bundesplatz e.V. erfuhr, kann der Bezirk seine Zusage, noch im Frühjahr 2019 die Bepflanzung vorzunehmen, nicht einhalten.  Auf ihrem gestrigen Mitgliedertreff fanden die Vereinsmitglieder eine pragmatische Lösung des Problems: Sie übernehmen die Bepflanzung in Eigenregie. Voraussetzung ist jedoch die schriftliche Kostenübernahmeerklärung des Grünflächenamtes für den Humus und die Pflanzen.

Initiative wird Tunneleinfassung bepflanzen (Foto: Guschmann)

Abgeordnetenhaus debattiert über Brückenabriss: Breitenbachplatzinitiative im Zieleinlauf?

Bald Vergangenheit? Autobrücke über den Breitenbachplatz (Foto: Initiative Breitenbachplatz)

Dass Beharrlichkeit, offener Dialog, Professionalität und Einbindung externer Experten zum Erfolg führen, zeigt gerade die Initiative Breitenbachplatz: Unter der klugen Leitung von Ulrich Rosenbaum hat sie erreicht, dass das Abgeordnetenhaus am 16. Mai 2019 über den Rückbau des Brückenbauwerks debattiert. Zuvor hatten die Bezirksverordnetenversammlungen in Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf sich einstimmig hinter das Ziel des Brückenrückbaus gestellt. Eingebracht hat den Antrag 18/1527 die CDU-Fraktion. Die Initiative Bundesplatz gratuliert unserer „Schwesterinitiative“ zu diesem Meilenstein auf dem Weg zur menschengerechten Stadt. Des Weiteren diskutieren die MdA an diesem Tag noch über die Deckelung der A 100.

Chance vertan: Bundesallee bleibt vorerst Rennstrecke

Wieder einmal hat das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf eine Chance vertan, über die Bauleitplanung  den autobahnähnlichen Straßenquerschnitt der Bundesallee zu verändern und für mehr Flächengerechtigkeit zu sorgen. In den „Textlichen Festsetzungen“ zum Bebauungsplan IX-36-2 wird ausdrücklich darauf verwiesen, dass „die Einteilung der Straßenverkehrsfläche nicht Gegenstand der Festsetzung ist“, obwohl die B-Plangrenze in der Fahrbahnmitte verläuft. Ebenso wird auf die Durchführung einer Umweltprüfung verzichtet.

Mit dem Bebauungsplanentwurf werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die bauliche Erweiterung des Seniorenzentrums „Werner-Bockelmann-Haus“ geschaffen. Vor gut einem Jahr hörte sich das noch ganz anders an: In einem Gespräch mit dem Vorstand der Initiative Bundesplatz e.V. erklärte Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger damals, er könne sich sehr gut vorstellen, “ im B-Plan Verfahren bei einer eventuellen Erweiterung der Seniorenanlage den „Straßenquerschnitt der Bundesallee anzugehen.“ Nun wird jedoch die autogerechte Festsetzung des Plans von 1973 einfach fortgeschrieben.

Save the Date: Stolpersteinverlegung in der Bruchsaler Strasse am 13. Juni 2019

Nach langem Warten auf einen Termin für die Verlegung von drei Stolpersteinen für die Familie Krisch und Frau Rosenhain in der Bruchsaler Strasse, freuen wir uns nun sehr über die  Mitteilung, dass der 13. Juni nun feststeht. Die genaue Uhrzeit wissen wir noch nicht, geben sie aber rechtzeitig bekannt. Alle sind herzlich zur Verlegung eingeladen!

Fiete Berghald, Birgitta Berhorst und Monika Ruge

Einladung zum Mitgliedertreffen am 07. Mai 2019

Auf der Mitgliederversammlung haben wir auch einen neuen Rhythmus für unsere regelmäßigen Treffen vereinbart.
 
Es bleibt beim ersten Dienstag im Monat. Aber wir treffen uns monatlich im Wechsel  im Bistro der Caritas und den nächsten Monat dann als offener Stammtisch im Athena-Grill.
 
Am Dienstag, 7. Mai 2019 treffen wir uns wie gewohnt um 20 Uhr im Bistro der Caritas.
 
Als Schwerpunkt wollen wir uns dieses Mal mit dem Thema Mobilität beschäftigen.
 
Dazu konnten wir unser Mitglied Bernhard Strohmayer als Referenten gewinnen. Hauptberuflich arbeitet er in der Geschäftsstelle des Bundesverbandes Erneuerbare Energien e.V. (BEE) mit den Schwerpunkten Energiemärkte und Mobilität. Er beschäftigt sich mit Fragen zur Verbesserung und klimafreundlichen Umgestaltung des Verkehrs, ein Thema, das uns ja auch schon lange beschäftigt.
 
Wie kann eine Energie- und Mobilitätswende in der wachsenden Stadt funktionieren? Indem alle auf Elektromobilität umsteigen? Wie soll dabei die Umsetzung erfolgen? Gibt es neue Impulse aus dem Berliner Mobilitätsgesetz für den Bundesplatz? Wie können wir uns wieder stärker einbringen? Gemeinsam wollen wir diese Fragen und weitere Möglichkeiten für Aktivitäten mit Bernhard diskutieren.
 
Auch gibt es zu Beginn einen kurzen Bericht zum Stand der Neugestaltung des Vorplatzes und wie es jetzt weiter geht. 
 
Außerdem steht der Vorschlag im Raum, ob wir uns am Tag der Nachbarschaft am 25. Mai mit einem Picknick auf dem Bundesplatz beteiligen sollen. Nähere Infos unter www.tagdernachbarn.de. Wer hat Lust und Zeit, sich daran zu beteiligen?
 
Zudem wollen wir uns am Leon-Jessel-Platz Fest am 18. Mai gemeinsam mit anderen Initiativen beteiligen.
 
Das nächste „Gärtnern im Kiez“ ist dann am 11. Mai in der Zeit von 10 – 14 Uhr.

Aktionstag „Gärtnern im Kiez“ am Samstag 13. April 2019

Vielleicht  ist es bei allen Neuigkeiten der Initiative untergegangen, dass wir uns am kommenden Samstag von 10.00 – 14.00 Uhr zum „Gärtnern im Kiez“ wieder treffen werden.

Trotz der derzeitigen wunderbaren Blüten von Tulpen, Zilla und Osterglocken erfordert der Platz eine kontinuierliche Pflege.

Die Bauarbeiten am Vorplatz werden bald abgeschlossen sein. So ist mehr Platz für eine Erweiterung des Wochenmarktes geschaffen worden. Die Schüler der Peter- Lenné- Schule haben die Pflanzpläne für das neue Beet am Tunnelmund inzwischen fertig gestellt und müssen noch mit dem Grünflächenamt abgestimmt werden. Bald wird die Brüstungsmauer des ungeliebten Tunnels durch eine vielfältige Bepflanzung „unsichtbar“ werden.

Bundesallee soll Flaniermeile werden / Neues Projekt der Initiative Bundesplatz

(WS) Die Initiative Bundesplatz e.V. lädt Anwohner, Politik und Verwaltung dazu ein, mit ihr gemeinsam über eine Neugestaltung des Straßenraums und die Schaffung von mehr Lebensqualität an der Bundesallee zu sprechen. Auf ihrer Mitgliederversammlung am 5. März 2019 hat die Initiative dazu ein neues Projekt gestartet. Für die fachliche Expertise hat sie die Wilmersdorfer Landschaftarchitektin Christina Kautz gewinnen können, die auch der Planungsgruppe Stadtkern Berlin angehört.

In einem ersten Schritt soll eine Vision  für den Straßenraum vom nördlichen Tunnelausgang bis zur Fußgängerbrücke über die Bundesallee in Höhe des Volksparks entwickelt werden. Ziel ist es, wieder mehr Flanierqualität zu schaffen. Auf diesem kurzen Stück Bundesallee manifestieren sich derzeit noch die Relikte der autogerechten Stadt: Lärm, überdimensionierte Fahrspuren, Durchtrennung des Volksparks, autobahnähnliche Möblierung des Straßenraums mit Schilderbrücken, Leitplanken und Sperrgittern. Das alles lädt zum Rasen ein: Die beiden fest installierten Messstellen an der Bundesallee registrierten 2018 mehr als 9.000 (!) Rotlicht- und Geschwindigkeitsverstöße.

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