Sta­ti­on 1: Kunst­hoch­schu­le in einem Ver­wal­tungs­ge­bäu­de

1920 Kai­ser­platz | Bun­des­platz 2020

Bild­nach­weis: SLUB Dres­den / Deut­sche Foto­thek / Fritz Eschen

Kunst­hoch­schu­le in einem Ver­wal­tungs­ge­bäu­de: Das Bild zeigt den von dem Foto­gra­fen Fritz Eschen viel­fach por­trai­tier­ten Bild­hau­er Bern­hard Hei­li­ger im Jahr 1947 – auf der Frei­trep­pe eines im Stil des Neo-Roko­ko errich­te­ten Ver­wal­tungs­ge­bäu­des. 

Das gol­de­ne Por­tal mit Frei­trep­pe liegt in exak­ter Ver­län­ge­rung der Mit­tel­ach­se des dama­li­gen Kaiser‑, heu­te Bun­des­plat­zes und bil­det – schloss­ähn­lich – des­sen räum­li­chen Abschluss nach Nor­den.

Der zeit­gleich mit der Umge­stal­tung des Kai­ser­plat­zes durch den Gar­ten­bau­amts­lei­ter Wil­mers­dorfs Richard Thie­me fer­tig­ge­stell­te Haupt­sitz der Groß­han­dels- und Lage­rei-Berufs­ge­nos­sen­schaft durch die Archi­tek­ten Otto Wal­ter, Ernst und Gün­ther Pau­lus bil­det somit auch den räum­li­chen Hin­ter­grund für die Skulp­tur der Win­ze­rin von Fried­rich Dra­ke.

Das im Krieg für den Luft­schutz umge­bau­te Gebäu­de besitzt einen Spie­gel­saal sowie die größ­te mit Flie­sen ver­klei­de­te Außen­fas­sa­de Ber­lins. Es wur­de in der Nach­kriegs­zeit vor­über­ge­hend durch die Hoch­schu­le der Küns­te belegt – und befei­ert: die „Zin­no­ber“ genann­ten Kar­ne­vals­fes­te waren legen­där.

Der heu­te durch die Berufs­ge­nos­sen­schaft Han­del und Waren­lo­gis­tik genutz­te, im Schall­trich­ter des Tun­nels befind­li­che Bau steht unter Denk­mal­schutz.

Text: CK

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