Sta­ti­on 11: Sicht­lich frös­telnd

1920 Kai­ser­platz | Bun­des­platz 2020

Bild­nach­weis: SLUB Dres­den / Deut­sche Foto­thek / Fritz Eschen

Sicht­lich frös­telnd: Im Janu­ar des Jah­res 1948 trans­por­tiert eine jun­ge Frau Brenn­holz in einem Tra­ge­beu­tel. Sie läuft am nörd­li­chen Ende des Kai­ser­plat­zes am Haus Kai­ser­al­lee 157 Ecke Tübin­ger Stra­ße 4A ent­lang, trägt Hand­schu­he und einen Strauß mit Wei­den­kätz­chen.

Die zyni­sche Kulis­se einer vor­mals ver­glas­ten, seit seit Kriegs­en­de mit Trüm­mer­schutt gefüll­ten Schau­fens­ter­front wird über­schrie­ben von dem Namen Rom­mel, der Inha­ber eines Geschäf­tes für Damen­mo­den.

Fritz Eschen foto­gra­fiert mit­füh­lend. Der Blick geht in die Kai­ser­al­lee nach Nor­den in Rich­tung Volks­park, der durch die leicht nach Osten geknick­te Stra­ße wie in einer dunk­len Sack­gas­se endet.

Das fei­ne Mosa­ik­pflas­ter hat den Krieg über­lebt.

Text: CK

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