Sta­ti­on 3: Ein Paar fährt Fahr­rad

1920 Kai­ser­platz | Bun­des­platz 2020

Bild­nach­weis: SLUB Dres­den / Deut­sche Foto­thek / Fritz Eschen

Ein Paar fährt Fahr­rad. Drei Mona­te nach Kriegs­en­de sind die Stra­ßen unwirk­lich sau­ber und leer, der Hin­ter­rei­fen ist platt, die Stim­mung gut.

Vor der Kulis­se der stark in Mit­lei­den­schaft gezo­ge­nen Fas­sa­den der Kai­ser­al­lee 155 – 159 wer­den Stra­ßen­bahn­ober­lei­tun­gen repa­riert, aus dem Damen­be­klei­dungs­ge­schäft Rom­mel im Eck­haus Kai­ser­al­lee 155 / Tübin­ger Stra­ße 4a quillt der Trüm­mer­schutt.

Die Nord­sei­te des Plat­zes, der wohl­pro­por­tio­nier­te Stra­ßen­raum mit sei­nen Allee­bäu­men und den 7 m brei­ten Vor­gär­ten ist ver­schwun­den – wie auch die belieb­te Kon­di­to­rei W. Ernst in der Kai­ser­al­lee 157. Im Jahr 1950 wird der Stra­ßen­zug in Bun­des­al­lee – der Kai­ser­platz in Bun­des­platz umbe­nannt.

In den sech­zi­ger Jah­ren wird die­ser Ort durch die geschwun­ge­ne Stra­ßen­füh­rung und die begin­nen­de Anram­pung des Bun­des­platz­tun­nels end­gül­tig ver­un­stal­tet und ist durch die unmä­ßi­ge Auf­wei­tung des Stra­ßen­rau­mes kaum wie­der­zu­er­ken­nen. Anstel­le des Eck­hau­ses steht heu­te ein Neu­bau mit dem Küchen­fach­han­del Brock & Ste­phan.

Text: CK

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