Sta­ti­on 8: Lan­ge Schlan­ge vor dem Pil­sa­tor

1920 Kai­ser­platz | Bun­des­platz 2020

Bild­nach­weis: SLUB Dres­den / Deut­sche Foto­thek / Fritz Eschen

Lan­ge Schlan­ge vor dem Pil­sa­tor: laut Wiki­pe­dia ist Pil­sa­tor nichts ande­res als die Bezeich­nung für ein nach Pils­ner Brau­art erzeug­tes Bier. Es wur­de zuerst im Böh­mi­schen Brau­haus Ber­lin-Fried­richs­hain gebraut, der Name ent­stand 1908 im Ergeb­nis eines Wett­be­werbs.

Der Grund für die Schlan­ge ist jedoch ein ande­rer: ab dem 21. Juni 1948 war in den drei west­li­chen Besat­zungs­zo­nen Deutsch­lands die Deut­sche Mark das allei­ni­ge gesetz­li­che Zah­lungs­mit­tel und der Pil­sa­tor zur Geld­aus­ga­be­stel­le gewor­den. Bis zum Stich­tag am 26. Juni 1948 muss­ten alle natür­li­chen und juris­ti­schen Per­so­nen zudem ihr Bar­alt­geld ablie­fern und ihre gesam­ten Alt­geld­gut­ha­ben anmel­den, da sie sonst ver­fie­len.

Der heu­te nicht mehr exis­tie­ren­de run­de Turm am Kai­ser­platz No. 7 an der Ecke zur Det­mol­der Stra­ße 67 war das Spie­gel­bild des Tur­mes am Kai­ser­platz No. 8, dort, wo sich heu­te das Ris­tor­an­te Roma befin­det.

Unter der mitt­ler­wei­le turm­frei­en Adres­se Bun­des­platz No.7 geht es heu­te immer noch ums Geld: hier hat die Ber­li­ner Volks­bank ihren Sitz.

Text: CK

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