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Baum­ar­bei­ten und Baum­fäl­lun­gen am Bundesplatz

Am 03.05.2021 wur­de die Initia­ti­ve Bun­des­platz vom Bezirks­amt Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf (Stra­ßen- und Grün­flä­chen­amt) dar­über infor­miert, dass “kurz­fris­tig aus­zu­füh­ren­de Baum­ar­bei­ten auf dem Bun­des­platz” statt­fin­den. Kon­kret geht es dabei um die Arbei­ten, die bereits Tags dar­auf im Gan­ge sind. Es han­delt sich um die Besei­ti­gung “aku­ter Gefah­ren­stel­len” und “vor allem um die Ent­fer­nung von Tot­holz und Ast­brü­chen”. Die deut­lich sicht­bars­te Maß­nah­me betrifft aber sechs Bäu­me (Nr. 56, 59, 61, 62, 63, 66), die laut Schrei­ben des Bezirks­amts gefällt wer­den sol­len. Die Stand­or­te sind unten in der Kar­te im Bei­trag gekenn­zeich­net. Auch Vor Ort sind die betrof­fe­nen Bäu­me offen­bar zur Fäl­lung markiert.

Die Infor­ma­ti­on des Bezirks­amt zu den Baum­ar­bei­ten und Baum­fäl­lun­gen fin­den sie hier zum Down­load

Am 04.05.2021 hat sich der Vor­stand in Fol­ge auf das Infor­ma­ti­ons­schrei­ben zu den Baum­ar­bei­ten an das Grün­flä­chen­amt gewen­det und zum Aus­druck gebracht, dass unse­rer­seits der Ein­druck besteht, dass die betrof­fe­nen Bäu­me noch gesund sind, aber wegen der Geneh­mi­gungs­pra­xis für Stra­ßen­sper­run­gen wohl nur schwer beschnit­ten wer­den kön­nen (der Tun­nel wird hier­für gesperrt, die Span­gen zeit­wei­se auch). Auch ein Gut­ach­ten, das zeigt, dass die betrof­fe­nen Bäu­me (eben­so wie den bereits gefäll­te Baum auf der Ost­sei­te) krank sind haben wir ange­fragt. Außer­dem haben wir Nach­fra­gen zur pro­ble­ma­tisch kur­zen Zeit­span­ne zwi­schen der Infor­ma­ti­on am 3.5. und der von Bezirks­amt geplan­ten Fäl­lun­gen am 5.5. gestellt, unter ande­rem auch dazu, ob die­se mit der spä­ten Geneh­mi­gung durch der Sper­run­gen durch die Ver­kehrs­len­kung zu tun hat. Zusätz­lich haben wir uns erkun­digt, ob Nach­pflan­zun­gen vor­ge­se­hen sind. 



west­li­che Sei­te am Bun­des­platz (vor den Baum­fäl­lun­gen im Mai 2021)
west­li­che Sei­te am Bun­des­platz (nach den Baum­fäl­lun­gen im Mai 2021)

Der Bun­des­platz im rbb Heimatjournal

Am zum Jahr 1967 erbau­te Stra­ßen­tun­nel the­ma­ti­siert, der zum Ver­lust der Park­an­la­ge geführt hat. Der Bun­des­platz ist ursprüng­lich als Schmuck­platz mit einem Spring­brun­nen und Zier­bee­ten ange­legt wor­den. Die Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. setzt sich seit inzwi­schen zehn Jah­ren dafür ein, dem Ort wie­der mehr Schön­heit zurückzugeben. 

Im Rah­men der Dreh­ar­bei­ten am 19.01.2020 wur­den auch Ergeb­nis­se des Kul­tur­pro­jekt Kai­ser­platz 1920 | 2020 Bun­des­platz auf­ge­grif­fen. Ger­ne kön­nen sie die Tour um den Platz auch hier vir­tu­ell beschreiten. 

Der Videobei­trag ist hier abruf­bar. Die Erst­aus­strah­lung im rbb erfolg­te am

Wei­te­re 17 Stol­per­stei­ne am Bundesplatz

Lie­be Nachbarn,

Wil­mers­dorf hat­te mit 14 % der Bevöl­ke­rung den abso­lut höchs­ten Anteil jüdi­scher Bevöl­ke­rung aller Ber­li­ner Bezir­ke. Da liegt es beson­ders nahe, sich auf die Spu­ren­su­che nach ehe­ma­li­gen Nach­barn zu begeben.

Mit­glie­der der Initia­ti­ve Bun­des­platz haben in den letz­ten Jah­ren zu Depor­tier­ten und Ermor­de­ten, die einst als Nach­barn am Bun­des­platz gelebt haben, wei­ter recher­chiert. Das Ergeb­nis sind 17 Per­so­nen, für die noch kei­ne Stol­per­stei­ne ver­legt wur­den. Nach lan­ger War­te­zeit soll­ten die Stei­ne am 23. Novem­ber 2020 durch den Künst­ler Gun­ter Dem­nig, ver­legt wer­den. Auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie wur­de die­ser Ter­min kurz­fris­tig wie­der abge­sagt. Die Stol­per­stei­ne sind jedoch bestellt und sol­len im kom­men­den Jahr bei der nächs­ten Gele­gen­heit ver­legt wer­den. Wir wer­den dazu auf unse­rer Web­sei­te informieren.

Die Stol­per­stei­ne kos­ten jeweils 120 €. Somit sind also ins­ge­samt 2.040 € auf­zu­brin­gen. Wir wür­den uns sehr freu­en, wenn Sie sich dar­an beteiligen.

Spen­den gehen auf das Spen­den­kon­to Stol­per­stei­ne bei der Bezirks­kas­se Charlottenburg-Wilmersdorf:

Bezirks­kas­se Charlottenburg-Wilmersdorf
IBAN: DE89 1001 0010 0004 8861 01
BIC: PBNKDEFF
Ver­wen­dungs­zweck: 0634 000 2681 12
Stich­wort: Bundesplatz

Spen­den bis 200 € wer­den vom Finanz­amt gegen Kopie des Über­wei­sungs­be­le­ges aner­kannt. Soll­ten die ein­ge­hen­den Spen­den die benö­tig­te Sum­me über­schrei­ten, wer­den die Mit­tel für wei­te­re Stol­per­stei­ne ein­ge­setzt, bspw. für von Schu­len initi­ier­te Stolpersteinrecherchen.

Down­load Flug­blatt: Neue Stol­per­stei­ne am Bundesplatz

Hier nun eine Über­sicht über die Per­so­nen, für die Stol­per­stei­ne ver­legt wer­den sollen:

Wei­te­re 17 Stol­per­stei­ne am Bun­des­platz wei­ter­le­sen

Ein Platz vol­ler Geschich­ten: 1920 Kai­ser­platz I Bun­des­platz 2020

Herz eines städ­te­bau­li­chen Gesamtkunstwerkes?

Der in den Zwan­zi­gern umge­stal­te­te Kai­ser­platz ist nur einer der vie­len ver­lo­re­nen Plät­ze des moder­nen, mitt­ler­wei­le weit­ge­hend ver­ges­se­nen Gar­ten­künst­lers Richard Thie­me. Sei­ne 42 Jah­re lan­ge wäh­ren­de Tätig­keit für die Grün­ge­stal­tung Wil­mers­dorfs war sein Lebens­werk. Wäh­rend die in der Hälf­te der Zeit ent­stan­de­nen Grün­an­la­gen sei­nes berühm­ten Kol­le­gen Erwin Barth in Char­lot­ten­burg zum Groß­teil erhal­ten bzw. rekonstruiert
wer­den konn­ten, sind Thie­mes Wil­mers­dor­fer Platz­ge­stal­tun­gen gänz­lich in Ver­ges­sen­heit gera­ten und wer­den sprich­wört­lich vom Ver­kehr überrollt.

Bereits 1928 zeugt ein Luft­bild von der durch­gän­gi­gen, hoch­wer­ti­gen Grün­ge­stal­tung des Bezirks: Rings um den dama­li­gen Kai­ser­platz doku­men­tie­ren moder­ne Grün­an­la­gen mit Kin­der­spiel­be­rei­chen und aus­dau­ern­den Stau­den­pflan­zun­gen, wohl­pro­por­tio­nier­te Stadt­stra­ßen mit grü­nem Gleis­bett und Vor­gar­ten­zo­nen das stil­le Werk Richard Thie­mes. Ledig­lich im mitt­le­ren Teil des Volks­par­kes konn­te er sei­ne Ideen nie umsetzen.

Die als Carstenn‘sche Figur berühmt und beliebt gewor­de­ne Wohn­ge­gend um den Bun­des­platz ist in ihren Grund- und Stra­ßen­zü­gen weit­ge­hend erhal­ten geblie­ben. Sie lebt wei­ter­hin von ihren indi­vi­du­ell gestal­te­ten Stadt­plät­zen und beson­de­ren Stra­ßen­ver­läu­fen, die der Wege­füh­rung in einer Park­an­la­ge ähneln. Der Ver­lust von frei­raum­pla­ne­ri­schen Qua­li­tä­ten wird zumeist mit Kriegs­schä­den erklärt. De fac­to wur­den die­se Qua­li­tä­ten jedoch erst in den Sech­zi­gern dem Auto­ver­kehr, der soge­nann­ten „Auto­ge­rech­ten Stadt“ geop­fert. Dage­gen pro­tes­tie­ren neben der Initia­ti­ve Bun­des­platz fünf wei­te­re Initia­ti­ven im Süd­wes­ten Ber­lins, die sich zu dem Netz­werk „Men­schen­ge­rech­te Stadt“ zusam­men­ge­schlos­sen haben.

Vier Stadt­spa­zier­gän­ge

Vier Stadt­spa­zier­gän­ge erzäh­len von dem „Platz vol­ler Geschichten“,
ins­be­son­de­re aus dem Blick­win­kel der berühm­ten, am Platz woh­nen­den und arbei­ten­den Foto­gra­fen Fritz Eschen und Fried­rich Sei­den­stü­cker. Die im Stadt­raum ver­or­te­ten Foto­stand­or­te sol­len mit­tels QR-Code mar­kiert werden.

Die Initia­ti­ve Bun­des­platz, ver­tre­ten durch die Land­schafts­ar­chi­tek­tin Chris­ti­na Kau­tz lädt Sie hier­mit ein zu ins­ge­samt vier Stadtspaziergängen:

Am Mon­tag, den 12. Okto­ber 2020 – 15:00 Uhr
Treff­punkt vor der Cari­tas am Bun­des­platz 18 – Ecke Tübin­ger Stra­ße – ausgebucht -

Am Mon­tag, den 12. Okto­ber 2020 – 16:30 Uhr
Treff­punkt vor dem Gebäu­de der BGHW an der Bun­des­al­lee 57/58 – ausgebucht -

Am Diens­tag, den 20. Okto­ber 2020 – 15:00 Uhr
Treff­punkt vor der Cari­tas am Bun­des­platz 18 – Ecke Tübin­ger Stra­ße – ausgebucht -

Am Diens­tag, den 20. Okto­ber 2020 – 16:30 Uhr
Treff­punkt vor dem Gebäu­de der BGHW an der Bun­des­al­lee 57/58 – ausgebucht -

Die Füh­run­gen wer­den unter Beach­tung der Abstands­re­geln und mit Head-Sets durch­ge­führt. Des­halb ist die Teil­neh­mer­zahl auf jeweils zehn Per­so­nen begrenzt.

Wir bit­ten Sie des­halb um recht­zei­ti­ge Anmel­dung per email unter Anga­be Ihres Namens und Ihrer Tele­fon­num­mer an:
info@​initiative-​bundesplatz.​de

10 Jah­re Initia­ti­ve Bun­des­platz – 10 Jah­re aktiv für mehr Lebens­qua­li­tät im Kiez

Der Bun­des­platz hat durch ver­kehrs­ge­rech­ten Umbau vor inzwi­schen über 50 Jah­ren sei­ne ursprüng­li­che städ­te­bau­li­che Funk­ti­on ver­lo­ren. Die urba­ne Qua­li­tät des Platz­um­felds und des gesam­ten Stadt­quar­tiers lei­det dras­tisch unter der auf Ver­kehrs­in­fra­struk­tur aus­ge­rich­te­ten Platz­kon­zep­ti­on, was den Platz selbst, sei­ne Umge­bung und die dort leben­den Men­schen belas­tet. Seit zehn Jah­ren tritt die Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. für eine Ver­bes­se­rung ein, gibt Denk­an­stö­ße die Lebens­qua­li­tät am Bun­des­platz zu ver­bes­sern, for­dert Ver­bes­se­run­gen ein und packt nicht zuletzt auch selbst kräf­tig an. Dazu för­dert der Ver­ein Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. den Dia­log mit Nach­barn, Geschäfts­leu­ten, Insti­tu­tio­nen, Poli­tik und Ver­wal­tung. Der Ver­ein will eine Platt­form bie­ten für alle, die Ideen für mehr Lebens- und Stadt­qua­li­tät am Bun­des­platz haben und an der Umset­zung mit­wir­ken wollen.

Der Ver­ein pflegt ehren­amt­lich wesent­li­che Tei­le der Grün­an­la­ge am Bun­des­platz. Mau­ern wur­den rück­ge­baut, Sitz­ge­le­gen­hei­ten ange­legt, Bee­te wur­den errich­tet und wer­den regel­mä­ßig gepflegt und bewäs­sert. All dies hat Auf­ent­halts­qua­li­tät ver­bes­sert, was von Anwoh­nen­den geschätzt wird. “Grün am Bun­des­platz” ist aber nur eines der The­men, die vom Ver­ein vor­an­ge­bracht wer­den. Auch die För­de­rung bür­ger­schaft­li­chen Enga­ge­ments und die Ver­bes­se­rung der sozia­len, städ­te­bau­li­chen und kom­mu­na­len Lebens­qua­li­tät der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger im nähe­ren Wohn- und Arbeits­be­reich des Bun­des­plat­zes und der Bun­des­al­lee bestim­men die Dis­kus­sio­nen und das Handeln.

Im Jahr 2020 konn­te die grund­sätz­li­che Zugäng­lich­keit des Bun­des­plat­zes ver­bes­sert wer­den, was von der Initia­ti­ve Bun­des­platz sein zehn Jah­ren gefor­dert wur­de. Erst­mals fass­te im Jahr 2012 die BVV den Beschluss, dass der Bun­des­platz auch aus Rich­tung Main­zer Stra­ße und Tübin­ger Stra­ße für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger erreich­bar sein soll. Nun ist der Zugang zur Grün­an­la­ge von der Main­zer Stra­ße und Tübin­ger Stra­ße end­lich direkt mög­lich. Dies ist ein Anlass zum Fei­ern, aber auch zur Kritik.

„Ber­lin hat kein Beschluss- oder Pla­nungs­pro­blem. Ber­lin hat ein Umset­zungs­pro­blem. Es man­gelt nicht an Kon­zep­ten zur Ver­bes­se­run­gen der Lebens­qua­li­tät. In der Ver­gan­gen­heit man­gel­te es auch nicht an Enga­ge­ment oder Geld, die­se aus­zu­ar­bei­ten. Eine Visi­on für den Bun­des­platz wur­de in der „Zukunfts­werk­statt“ (2013/2014) und im Pro­jekt „Para­dies Bun­des­platz“ (2015/2016) for­mu­liert, bei­des geför­dert von Bezirk und Senat. Vie­le unse­rer The­men sind inzwi­schen mit Beschlüs­sen sei­tens des Bezirks gedeckt. Da ist es bedau­er­lich, wenn es an der Umset­zung hapert.“ meint Bir­git­ta Ber­horst, Vor­stän­din der Initia­ti­ve Bundesplatz.

Eine neue Balan­ce der Ver­keh­re für eine zukunfts­wei­sen­de Gestal­tung des Quar­tiers Bun­des­platz ist nötig. Bis­her wur­den erst Tei­le einer grö­ße­ren Visi­on Bun­des­platz 2030+ umge­setzt. Die Bun­des­al­lee mit ihren Tun­neln und Tun­nel­ram­pen zer­schnei­det wei­ter­hin den Bun­des­platz und das Stadt­quar­tier. Sie stellt eine aus der Zeit gefal­le­ne und über­di­men­sio­nier­te Stra­ßen­ver­kehrs­in­fra­struk­tur dar. Ein Rück­bau der Bun­des­al­lee auf ins­ge­samt zwei Fahr­spu­ren in jeder Fahrt­rich­tung mit einer Her­stel­lung der ursprüng­li­chen Allee unter beson­de­rer Berück­sich­ti­gung einer urba­nen und bür­ger­freund­li­chen Ein­bin­dung des Volks­parks in ein Gesamt­kon­zept ist erstre­bens­wert. Dazu ist als nächs­ter Schritt eine Mach­bar­keits­stu­die drin­gend erfor­der­lich für einen modell­haf­ten Rück­bau der „auto­ge­rech­ten Stadt“. Aktu­ell wer­den dazu Anträ­ge in der Bezirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung und im Abge­ord­ne­ten­haus dis­ku­tiert, die hof­fent­lich in Kür­ze zu kon­kre­ten Ergeb­nis­sen führen.

Down­load: Pres­se- und Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen (11.09.2020) anläss­lich des Stra­ßen­fes­tes 10 Jah­re Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. am 11.09.2020.

Bege­hung des “Markt­plat­zes” mit dem Bezirk am 4.9. um 11 Uhr

Mit­te Juni hat­te uns der Bezirk “offi­zi­ell” ange­schrie­ben und um unse­re Zustim­mung zu fol­gen­dem Vor­schlag gebe­ten: “Durch die Erwei­te­rung der Markt­flä­che ent­fal­len die zwei Rei­hen von je fünf leicht erhöh­ten Bee­ten von je 2x2m auf der Süd­sei­te des Plat­zes. Sie wür­den mit Geh­weg­plat­ten oder Pflas­ter­stei­nen geschlos­sen werden.”

Die­ses Schrei­ben kam für uns über­ra­schend. Wenn die­ser Vor­schlag umge­setzt wür­de, hät­ten wir eine rie­si­ge, zum Kreu­zungs­be­reich hin offe­ne, gepflas­ter­te Flä­che. Die 10 Qua­dra­te haben ja auch eine Schutz­funk­ti­on zur Stras­se hin. Sie schir­men den Platz von Stras­sen­lärm und Abga­sen ab und schaf­fen ein Raum­ge­fühl zwi­schen Tun­nel­mund und Kreuzung.

Gleich­zei­tig hat auch die Initia­ti­ve ein Inter­es­se an einem attrak­ti­ve­ren Markt­ge­sche­hen. Die Ver­le­gung des Mark­tes von der Main­zer Stra­ße auf den Platz hat bis­her nicht zu einer stär­ke­ren Bele­bung geführt. Der Bezirk hat­te in sei­ner Ant­wort auf die Gro­ße Anfra­ge 1323/5 ange­kün­digt, dass er zur Erhö­hung der Attrak­ti­vi­tät der Wochen­märk­te in Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf ins­ge­samt Wer­be­mass­nah­men pla­ne und zeit­li­che Ver­la­ge­run­gen und Ver­län­ge­run­gen der Öff­nungs­zei­ten unter­su­chen wol­le. Dazu wüß­ten wir gern mehr. Denn bei unse­rer Vor­stands­be­fas­sung mit der Anfra­ge wur­den auch Zwei­fel geäu­ßert, das allein eine bau­li­che Maß­nah­me zu mehr Markt­ge­sche­hen füh­ren wird.

Auf einem der Qud­ra­te steht die Skulp­tur des Phö­nix, das ältes­te und bekann­tes­te Werk des Bild­hau­ers Bernd Wil­helm Blank. Sie wur­de 1968 dort auf­ge­stellt. Dafür müß­te im Fal­le bau­li­cher Ver­än­de­run­gen auch eine Lösung gefun­den werden.

Die Initia­ti­ve Bun­des­platz hat­te vor 2 Jah­ren selbst mit Meis­ter­schü­lern im Land­schafts­bau der Peter-Len­né-Schu­le einen Ideen­wett­be­werb zur Gestal­tung des Tun­nel­mun­des ver­an­stal­tet. Die Meis­ter­schü­ler haben ihre Ent­wür­fe bei einem Mit­glie­der­tref­fen prä­sen­tiert. Ideen also gibt es.

Wir haben alle die­se Argu­men­te in unse­rer Ant­wort am 23. Juni an den Bezirk vor­ge­tra­gen. Zusam­meng­fasst in dem Satz: “Ein­fach Bee­te weg und Pflas­ter drauf geht für uns gar nicht.” Statt­des­sen haben wir eine gemein­sa­me Bege­hung vor­ge­schla­gen. Der Bezirk soll­te sei­ne Pla­nun­gen vor­stel­len und wir kön­nen in einen Dia­log dar­über ein­tre­ten, was zur gegen­sei­ti­gen Zufrie­den­heit für die Ver­bes­se­rung des Markt­ge­sche­hens unter­nom­men wer­den kann.

Mit Schrei­ben vom 5. August bit­tet der Bezirk um die Abstim­mung eines gemein­sa­men Ter­mins. Wir freu­en uns, dass unser Vor­schlag auf­ge­nom­men wur­de. Zur Bege­hung sind alle Inter­es­sier­ten herz­lich eingeladen.

Bege­hung des “Markt­plat­zes” mit dem Bezirk am 4.9. um 11 Uhr wei­ter­le­sen

Ein­la­dung zum Kiez­spa­zier­gang “His­to­ri­sche Vor­gär­ten” am 22. August

Für Sams­tag, den 22. August ist für 14 Uhr ein ers­ter Kiez­spa­zier­gang zum The­ma “His­to­ri­sche Vor­gär­ten” durch Frie­denau geplant. Mit Ger­trud Will konn­te eine Exper­tin gewon­nen wer­den, die zu dem The­ma bereits in den 80er Jah­ren geforscht und ver­schie­de­ne Vor­gär­ten in Frie­denau neu kon­zi­piert und ange­legt hat. Dar­un­ter auch den Vor­gar­ten der Apo­the­ke am Bundesplatz.

Auch die Bun­des­al­lee ist als Bou­le­vard ursprüng­lich mit Vor­gär­ten geplant wor­den, die im Zuge des Umbaus zur auto­ge­rech­ten Stadt dann nach und nach weit­ge­hend auf­ge­ge­ben wer­den muss­ten. In vie­len Sei­ten­stra­ßen ist das anders und da las­sen sich vie­le his­to­ri­sche Spu­ren ent­de­cken. Der ein oder ande­re Vor­gar­ten birgt Über­ra­schun­gen, die sich erst auf den zwei­ten, genaue­ren Blick erschliessen.

Der Rund­gang durch Frie­denau wird vor­aus­sicht­lich zwei Stun­den dau­ern. Die Zahl der Teil­neh­men­den ist auf 10 begrenzt. Des­halb wird um Anmel­dung per Mail gebe­ten an: Birgitta.​Berhorst@​initiative-​bundesplatz.​de. Den ers­ten 10 Anmel­dun­gen wird vor der Ver­an­stal­tung der genaue Treff­punkt mitgeteilt.

Bei grö­ße­rem Inter­es­se kön­nen wir den Rund­gang zu einem spä­te­ren Zeit­punkt gern wiederholen.