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Bezirks­bür­ger­meis­te­rin Kirs­tin Bauch zum Bundesplatz

Im rbb-Abend­ma­ga­zin vom 05.02.2022 äußer­te sich Kirs­tin Bauch, die Bezirks­bür­ger­meis­te­rin von Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf, zum Bundesplatz:

„Schön wäre, wenn die­ser Tun­nel weg wäre oder zumin­dest nicht mehr für Autos genutzt wer­den wür­de und wenn die Stra­ßen schma­ler wer­den, damit man die­sen Platz anders nut­zen kann. (…) Ins­ge­samt braucht es ein Gesamt­kon­zept. Es geht um Reduk­ti­on, nicht nur um Umleitungen.”

Den gesam­ten rbb-Abend­schau Bei­trag, in den Frau Bauch ihren Lieb­lings­ort zeigt und erzählt, wo und wie sie grü­ne Akzen­te im Bezirk set­zen will, fin­den Sie hier (zum Bun­des­platz ab Minu­te 2:10, bzw. als­Aus­schnitt auf die­ser Sei­te). Bezirks­bür­ger­meis­te­rin Kirs­tin Bauch zum Bun­des­platz wei­ter­le­sen

Aus­stel­lung Unvoll­ende­te Metropole

Am 05.11.2021 wur­de für Mit­glie­der der Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. eine Füh­rung durch die Aus­stel­lung “Unvoll­ende­te Metro­po­le – Städ­te­bau für Gross-Ber­lin” durch Herrn Prof. Dr. Boden­schatz im Beh­rens­bau in Ober­schö­ne­wei­de durch­ge­führt. Die Füh­rung war sehr infor­ma­tiv und kurz­wei­lig. Vie­len Dank dafür.

Bil­der von der Aus­stel­lung kön­nen hier oder hier abge­ru­fen werden.

Impres­sio­nen vom Wahl­kampf am Bundesplatz

Die CDU hat­te am 14.9. zu ihrem Wahl­stand mit Grill­würst­chen am Bun­des­platz ein­ge­la­den, die sehr nach­ge­fragt waren. Am Ran­de dis­ku­tie­ren Mit­glie­der der Initia­ti­ve Bun­des­platz sehr inten­siv mit den Kan­di­da­ten über den CDU-Vor­schlag zur Ver­län­ge­rung des Bun­des­platz­tun­nels bis zur Ber­li­ner Straße.

Impres­sio­nen vom Wahl­kampf am Bun­des­platz wei­ter­le­sen

Stif­tung “Klei­ne Plätze”

Die Stif­tung “Klei­ne Plät­ze” hat­te am 2. Sep­tem­ber gemein­sam mit dem Grün­flä­chen­amt Neu­kölln in den Kör­ner­park ein­ge­la­den. Der Kör­ner­park ist eine 2,4 ha gro­ße neo­ba­ro­cke Park­an­la­ge auf dem Gelän­de einer ehe­ma­li­gen Kies­gru­be und steht unter Gar­ten­denk­mal­schutz. Der Park in der Nähe des S‑Bahnhofs Neu­kölln ist etwas ver­steckt und in die­ser Lage uner­war­tet. Auf jeden Fall lohnt ein Besuch.

“Klei­ne Plät­ze” ist eine von Eber­hard Brock­mann gegrün­de­te gemein­nüt­zi­ge Stif­tung, die öffent­li­che ver­nach­läs­sig­te Grün­flä­chen gemein­sam mit Grün­flä­chen­äm­tern, ehren­amt­li­chen Unter­stüt­zern, Land­schafts­ar­chi­tek­ten und Gar­ten­bau­be­trie­ben gestal­tet und pflegt. 

Die­ser Bei­trag betrifft das ers­te ber­lin­wei­te Tref­fen von Mit­ar­bei­tern aus Grün­flä­chen­äm­tern, Land­schafts­ar­chi­tek­ten und Bür­ger­initia­ti­ven und dien­te dem Erfah­rungs­aus­tausch. Es ist beein­dru­ckend, wie vie­le Bür­ger und Bür­ge­rin­nen sich ehren­amt­lich für die Gar­ten­kunst in der Stadt enga­gie­ren und wol­len, dass die Grün­flä­chen und Plät­ze in ihrem Kiez schön aussehen. 

Der Kör­ner­park als Gar­ten­denk­mal wird sehr per­so­nal­in­ten­siv und lie­be­voll vom Grün­flä­chen­amt Neu­kölln gepflegt. Das kann man nicht von allen Plät­zen und Grün­flä­chen in Ber­lin sagen. Durch die zum Teil dras­ti­schen Ein­schnit­te beim Per­so­nal in den Grün­flä­chen­äm­tern in den Nul­ler-Jah­ren ist dies für vie­le Flä­chen nicht mög­lich. So hat der Bun­des­platz als Kate­go­rie Stra­ßen­be­gleit­grün die nied­rigs­te Pfle­ge­stu­fe. Es ist aber auch kei­ne dau­er­haf­te Lösung, die Pfle­ge von Grün­flä­chen auf ehren­amt­li­che Initia­ti­ven zu ver­la­gern. Die Per­so­nal­aus­stat­tung in den Grün­flä­chen­äm­tern in den Bezir­ken muss wie­der ver­stärkt wer­den und einen ande­ren Stel­len­wert in der Stadt erhalten. 

Die­se Tref­fen sol­len fort­ge­setzt wer­den. Nach dem jüngs­ten Schei­tern der “Char­ta Stadt­grün”, die auch eine ver­stärk­te Pfle­ge vor­han­de­ner Grün­flä­chen vor­sah, haben Umwelt- und Natur­schüt­zer ein Volks­be­geh­ren für Früh­jahr 2022 angekündigt.

Baum­ar­bei­ten und Baum­fäl­lun­gen am Bundesplatz

Am 03.05.2021 wur­de die Initia­ti­ve Bun­des­platz vom Bezirks­amt Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf (Stra­ßen- und Grün­flä­chen­amt) dar­über infor­miert, dass “kurz­fris­tig aus­zu­füh­ren­de Baum­ar­bei­ten auf dem Bun­des­platz” statt­fin­den. Kon­kret geht es dabei um die Arbei­ten, die bereits Tags dar­auf im Gan­ge sind. Es han­delt sich um die Besei­ti­gung “aku­ter Gefah­ren­stel­len” und “vor allem um die Ent­fer­nung von Tot­holz und Ast­brü­chen”. Die deut­lich sicht­bars­te Maß­nah­me betrifft aber sechs Bäu­me (Nr. 56, 59, 61, 62, 63, 66), die laut Schrei­ben des Bezirks­amts gefällt wer­den sol­len. Die Stand­or­te sind unten in der Kar­te im Bei­trag gekenn­zeich­net. Auch Vor Ort sind die betrof­fe­nen Bäu­me offen­bar zur Fäl­lung markiert.

Die Infor­ma­ti­on des Bezirks­amt zu den Baum­ar­bei­ten und Baum­fäl­lun­gen fin­den sie hier zum Down­load

Am 04.05.2021 hat sich der Vor­stand in Fol­ge auf das Infor­ma­ti­ons­schrei­ben zu den Baum­ar­bei­ten an das Grün­flä­chen­amt gewen­det und zum Aus­druck gebracht, dass unse­rer­seits der Ein­druck besteht, dass die betrof­fe­nen Bäu­me noch gesund sind, aber wegen der Geneh­mi­gungs­pra­xis für Stra­ßen­sper­run­gen wohl nur schwer beschnit­ten wer­den kön­nen (der Tun­nel wird hier­für gesperrt, die Span­gen zeit­wei­se auch). Auch ein Gut­ach­ten, das zeigt, dass die betrof­fe­nen Bäu­me (eben­so wie den bereits gefäll­te Baum auf der Ost­sei­te) krank sind haben wir ange­fragt. Außer­dem haben wir Nach­fra­gen zur pro­ble­ma­tisch kur­zen Zeit­span­ne zwi­schen der Infor­ma­ti­on am 3.5. und der von Bezirks­amt geplan­ten Fäl­lun­gen am 5.5. gestellt, unter ande­rem auch dazu, ob die­se mit der spä­ten Geneh­mi­gung durch der Sper­run­gen durch die Ver­kehrs­len­kung zu tun hat. Zusätz­lich haben wir uns erkun­digt, ob Nach­pflan­zun­gen vor­ge­se­hen sind. 



west­li­che Sei­te am Bun­des­platz (vor den Baum­fäl­lun­gen im Mai 2021)

west­li­che Sei­te am Bun­des­platz (nach den Baum­fäl­lun­gen im Mai 2021)

Der Bun­des­platz im rbb Heimatjournal

Am zum Jahr 1967 erbau­te Stra­ßen­tun­nel the­ma­ti­siert, der zum Ver­lust der Park­an­la­ge geführt hat. Der Bun­des­platz ist ursprüng­lich als Schmuck­platz mit einem Spring­brun­nen und Zier­bee­ten ange­legt wor­den. Die Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. setzt sich seit inzwi­schen zehn Jah­ren dafür ein, dem Ort wie­der mehr Schön­heit zurückzugeben. 

Im Rah­men der Dreh­ar­bei­ten am 19.01.2020 wur­den auch Ergeb­nis­se des Kul­tur­pro­jekt Kai­ser­platz 1920 | 2020 Bun­des­platz auf­ge­grif­fen. Ger­ne kön­nen sie die Tour um den Platz auch hier vir­tu­ell beschreiten. 

Der Videobei­trag ist hier abruf­bar. Die Erst­aus­strah­lung im rbb erfolg­te am

Wei­te­re 17 Stol­per­stei­ne am Bundesplatz

Lie­be Nachbarn,

Wil­mers­dorf hat­te mit 14 % der Bevöl­ke­rung den abso­lut höchs­ten Anteil jüdi­scher Bevöl­ke­rung aller Ber­li­ner Bezir­ke. Da liegt es beson­ders nahe, sich auf die Spu­ren­su­che nach ehe­ma­li­gen Nach­barn zu begeben.

Mit­glie­der der Initia­ti­ve Bun­des­platz haben in den letz­ten Jah­ren zu Depor­tier­ten und Ermor­de­ten, die einst als Nach­barn am Bun­des­platz gelebt haben, wei­ter recher­chiert. Das Ergeb­nis sind 17 Per­so­nen, für die noch kei­ne Stol­per­stei­ne ver­legt wur­den. Nach lan­ger War­te­zeit soll­ten die Stei­ne am 23. Novem­ber 2020 durch den Künst­ler Gun­ter Dem­nig, ver­legt wer­den. Auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie wur­de die­ser Ter­min kurz­fris­tig wie­der abge­sagt. Die Stol­per­stei­ne sind jedoch bestellt und sol­len im kom­men­den Jahr bei der nächs­ten Gele­gen­heit ver­legt wer­den. Wir wer­den dazu auf unse­rer Web­sei­te informieren.

Die Stol­per­stei­ne kos­ten jeweils 120 €. Somit sind also ins­ge­samt 2.040 € auf­zu­brin­gen. Wir wür­den uns sehr freu­en, wenn Sie sich dar­an beteiligen.

Spen­den gehen auf das Spen­den­kon­to Stol­per­stei­ne bei der Bezirks­kas­se Charlottenburg-Wilmersdorf:

Bezirks­kas­se Charlottenburg-Wilmersdorf
IBAN: DE89 1001 0010 0004 8861 01
BIC: PBNKDEFF
Ver­wen­dungs­zweck: 0634 000 2681 12
Stich­wort: Bundesplatz

Spen­den bis 200 € wer­den vom Finanz­amt gegen Kopie des Über­wei­sungs­be­le­ges aner­kannt. Soll­ten die ein­ge­hen­den Spen­den die benö­tig­te Sum­me über­schrei­ten, wer­den die Mit­tel für wei­te­re Stol­per­stei­ne ein­ge­setzt, bspw. für von Schu­len initi­ier­te Stolpersteinrecherchen.

Down­load Flug­blatt: Neue Stol­per­stei­ne am Bundesplatz

Hier nun eine Über­sicht über die Per­so­nen, für die Stol­per­stei­ne ver­legt wer­den sollen:

Wei­te­re 17 Stol­per­stei­ne am Bun­des­platz wei­ter­le­sen

Ein Platz vol­ler Geschich­ten: 1920 Kai­ser­platz I Bun­des­platz 2020

Herz eines städ­te­bau­li­chen Gesamtkunstwerkes?

Der in den Zwan­zi­gern umge­stal­te­te Kai­ser­platz ist nur einer der vie­len ver­lo­re­nen Plät­ze des moder­nen, mitt­ler­wei­le weit­ge­hend ver­ges­se­nen Gar­ten­künst­lers Richard Thie­me. Sei­ne 42 Jah­re lan­ge wäh­ren­de Tätig­keit für die Grün­ge­stal­tung Wil­mers­dorfs war sein Lebens­werk. Wäh­rend die in der Hälf­te der Zeit ent­stan­de­nen Grün­an­la­gen sei­nes berühm­ten Kol­le­gen Erwin Barth in Char­lot­ten­burg zum Groß­teil erhal­ten bzw. rekonstruiert
wer­den konn­ten, sind Thie­mes Wil­mers­dor­fer Platz­ge­stal­tun­gen gänz­lich in Ver­ges­sen­heit gera­ten und wer­den sprich­wört­lich vom Ver­kehr überrollt.

Bereits 1928 zeugt ein Luft­bild von der durch­gän­gi­gen, hoch­wer­ti­gen Grün­ge­stal­tung des Bezirks: Rings um den dama­li­gen Kai­ser­platz doku­men­tie­ren moder­ne Grün­an­la­gen mit Kin­der­spiel­be­rei­chen und aus­dau­ern­den Stau­den­pflan­zun­gen, wohl­pro­por­tio­nier­te Stadt­stra­ßen mit grü­nem Gleis­bett und Vor­gar­ten­zo­nen das stil­le Werk Richard Thie­mes. Ledig­lich im mitt­le­ren Teil des Volks­par­kes konn­te er sei­ne Ideen nie umsetzen.

Die als Carstenn‘sche Figur berühmt und beliebt gewor­de­ne Wohn­ge­gend um den Bun­des­platz ist in ihren Grund- und Stra­ßen­zü­gen weit­ge­hend erhal­ten geblie­ben. Sie lebt wei­ter­hin von ihren indi­vi­du­ell gestal­te­ten Stadt­plät­zen und beson­de­ren Stra­ßen­ver­läu­fen, die der Wege­füh­rung in einer Park­an­la­ge ähneln. Der Ver­lust von frei­raum­pla­ne­ri­schen Qua­li­tä­ten wird zumeist mit Kriegs­schä­den erklärt. De fac­to wur­den die­se Qua­li­tä­ten jedoch erst in den Sech­zi­gern dem Auto­ver­kehr, der soge­nann­ten „Auto­ge­rech­ten Stadt“ geop­fert. Dage­gen pro­tes­tie­ren neben der Initia­ti­ve Bun­des­platz fünf wei­te­re Initia­ti­ven im Süd­wes­ten Ber­lins, die sich zu dem Netz­werk „Men­schen­ge­rech­te Stadt“ zusam­men­ge­schlos­sen haben.

Vier Stadt­spa­zier­gän­ge

Vier Stadt­spa­zier­gän­ge erzäh­len von dem „Platz vol­ler Geschichten“,
ins­be­son­de­re aus dem Blick­win­kel der berühm­ten, am Platz woh­nen­den und arbei­ten­den Foto­gra­fen Fritz Eschen und Fried­rich Sei­den­stü­cker. Die im Stadt­raum ver­or­te­ten Foto­stand­or­te sol­len mit­tels QR-Code mar­kiert werden.

Die Initia­ti­ve Bun­des­platz, ver­tre­ten durch die Land­schafts­ar­chi­tek­tin Chris­ti­na Kau­tz lädt Sie hier­mit ein zu ins­ge­samt vier Stadtspaziergängen:

Am Mon­tag, den 12. Okto­ber 2020 – 15:00 Uhr
Treff­punkt vor der Cari­tas am Bun­des­platz 18 – Ecke Tübin­ger Stra­ße – ausgebucht -

Am Mon­tag, den 12. Okto­ber 2020 – 16:30 Uhr
Treff­punkt vor dem Gebäu­de der BGHW an der Bun­des­al­lee 57/58 – ausgebucht -

Am Diens­tag, den 20. Okto­ber 2020 – 15:00 Uhr
Treff­punkt vor der Cari­tas am Bun­des­platz 18 – Ecke Tübin­ger Stra­ße – ausgebucht -

Am Diens­tag, den 20. Okto­ber 2020 – 16:30 Uhr
Treff­punkt vor dem Gebäu­de der BGHW an der Bun­des­al­lee 57/58 – ausgebucht -

Die Füh­run­gen wer­den unter Beach­tung der Abstands­re­geln und mit Head-Sets durch­ge­führt. Des­halb ist die Teil­neh­mer­zahl auf jeweils zehn Per­so­nen begrenzt.

Wir bit­ten Sie des­halb um recht­zei­ti­ge Anmel­dung per email unter Anga­be Ihres Namens und Ihrer Tele­fon­num­mer an:
info@​initiative-​bundesplatz.​de