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Aus­wer­tung der Umfra­ge zur Ver­bes­se­rung der Markt­be­din­gun­gen bzw. zur Gestal­tung des Vorplatzes

Der Bezirk hat, für die Initia­ti­ve über­ra­schend, am 27. April mit dem Abriss der 10 Bee­te begon­nen, um auf der dadurch ent­ste­hen­den gepflas­ter­ten Frei­flä­che mehr Stand­flä­chen für Markt­stän­de zu gewin­nen. Der Vor­stand der Initia­ti­ve hat­te erwirkt, dass die Arbei­ten vor­erst gestoppt wur­den und in einem Tref­fen auf dem Platz am 3. Mai 2021 mit den bei­den ver­ant­wort­li­chen Bezirks­stadt­rä­ten ein wei­te­res Gespräch ver­ein­bart. In der Initia­ti­ve gab es unter­schied­li­che Auf­fas­sun­gen über die­sen gra­vie­ren­den Ein­griff in die Platz­fi­gur. Außer­dem konn­te das Für und Wider einer Ände­rung nicht auf einem Prä­senz-Mit­glie­der­tref­fen dis­ku­tiert wer­den. Des­halb wur­de zur Vor­be­rei­tung auf ein Fol­ge­ge­spräch mit dem Bezirk am 17. Mai 2021 unter den Mit­glie­dern der Initia­ti­ve Bun­des­platz eine Umfra­ge durch­ge­führt. Dabei wur­den die fol­gen­den Optio­nen zur Aus­wahl gestellt:

Ergeb­nis:

186 Mit­glie­der, davon 29 ohne E‑Mail-Adres­se, d.h. 157 ange­schrie­be­ne Personen.

46 Rück­ant­wor­ten, d.h. ca. 30 % Betei­li­gung. Das ist ein sehr guter Wert für Umfra­gen die­ser Art, und der Vor­stand dankt sei­nen Mit­glie­dern sehr für ihren Ein­satz bei der Beant­wor­tung des Fra­ge­bo­gens und für die ergän­zen­den Kommentare.

  • Ant­wort Opti­on A: 39, d.h. ca. 85 %
  • Ant­wort Opti­on B: 5, d.h. ca. 11 %
  • Ant­wort Opti­on C: 2, d.h. ca. 4 %

Zu den detail­lier­ten Ergeb­nis­sen sie­he Anla­ge A „Aus­wer­tung“ und B anony­me „Kom­men­ta­re aus den Ant­wor­ten“.

Zum Ergeb­nis der Bege­hung vom 17.Mai 2021:

  • Das Ergeb­nis der Umfra­ge und die ver­schie­de­nen Umge­stal­tungs­va­ri­an­ten wur­den mit den Ver­tre­tern des Bezirks dis­ku­tiert. Das sehr ein­deu­ti­ge Votum der Mit­glie­der war hier­zu sehr hilf­reich und führ­te dazu, dass kei­ne Ent­schei­dun­gen zu bau­li­chen Maß­nah­men getrof­fen wurden.
  • Ver­tre­ter des Bezirks bedau­er­ten das Ergeb­nis, wür­den es aber akzep­tie­ren. Sie wie­sen dar­auf hin, dass für ein von der Initia­ti­ve selbst ent­wi­ckel­tes grö­ße­res Umge­stal­tungs­kon­zept in den kom­men­den Jah­ren kaum finan­zi­el­le Res­sour­cen zur Ver­fü­gung ste­hen wür­den; denn in der Nach-Coro­na-Zeit wür­de der finan­zi­el­le Spiel­raum für den Bezirk erwar­tungs­ge­mäß eher klei­ner sein.
  • Gleich­wohl wür­de, unse­rer Ansicht nach, der Platz für wei­te­re ein­zel­ne Stän­de ausreichen.
  • Klei­ne­re Ände­run­gen, die nicht mit hohen Kos­ten ver­bun­den sind, blei­ben trotz­dem mög­lich, wie z.B. Ver­än­de­run­gen der Platzmöblierung.
  • Zur Nach­be­pflan­zung der bereits abge­räum­ten Bee­te wird es einen Aus­tausch mit dem Grün­flä­chen­amt geben. Vor­schlä­ge und Ideen dazu sind sehr willkommen.

Bege­hung des “Markt­plat­zes” mit dem Bezirk am 4.9. um 11 Uhr

Mit­te Juni hat­te uns der Bezirk “offi­zi­ell” ange­schrie­ben und um unse­re Zustim­mung zu fol­gen­dem Vor­schlag gebe­ten: “Durch die Erwei­te­rung der Markt­flä­che ent­fal­len die zwei Rei­hen von je fünf leicht erhöh­ten Bee­ten von je 2x2m auf der Süd­sei­te des Plat­zes. Sie wür­den mit Geh­weg­plat­ten oder Pflas­ter­stei­nen geschlos­sen werden.”

Die­ses Schrei­ben kam für uns über­ra­schend. Wenn die­ser Vor­schlag umge­setzt wür­de, hät­ten wir eine rie­si­ge, zum Kreu­zungs­be­reich hin offe­ne, gepflas­ter­te Flä­che. Die 10 Qua­dra­te haben ja auch eine Schutz­funk­ti­on zur Stras­se hin. Sie schir­men den Platz von Stras­sen­lärm und Abga­sen ab und schaf­fen ein Raum­ge­fühl zwi­schen Tun­nel­mund und Kreuzung.

Gleich­zei­tig hat auch die Initia­ti­ve ein Inter­es­se an einem attrak­ti­ve­ren Markt­ge­sche­hen. Die Ver­le­gung des Mark­tes von der Main­zer Stra­ße auf den Platz hat bis­her nicht zu einer stär­ke­ren Bele­bung geführt. Der Bezirk hat­te in sei­ner Ant­wort auf die Gro­ße Anfra­ge 1323/5 ange­kün­digt, dass er zur Erhö­hung der Attrak­ti­vi­tät der Wochen­märk­te in Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf ins­ge­samt Wer­be­mass­nah­men pla­ne und zeit­li­che Ver­la­ge­run­gen und Ver­län­ge­run­gen der Öff­nungs­zei­ten unter­su­chen wol­le. Dazu wüß­ten wir gern mehr. Denn bei unse­rer Vor­stands­be­fas­sung mit der Anfra­ge wur­den auch Zwei­fel geäu­ßert, das allein eine bau­li­che Maß­nah­me zu mehr Markt­ge­sche­hen füh­ren wird.

Auf einem der Qud­ra­te steht die Skulp­tur des Phö­nix, das ältes­te und bekann­tes­te Werk des Bild­hau­ers Bernd Wil­helm Blank. Sie wur­de 1968 dort auf­ge­stellt. Dafür müß­te im Fal­le bau­li­cher Ver­än­de­run­gen auch eine Lösung gefun­den werden.

Die Initia­ti­ve Bun­des­platz hat­te vor 2 Jah­ren selbst mit Meis­ter­schü­lern im Land­schafts­bau der Peter-Len­né-Schu­le einen Ideen­wett­be­werb zur Gestal­tung des Tun­nel­mun­des ver­an­stal­tet. Die Meis­ter­schü­ler haben ihre Ent­wür­fe bei einem Mit­glie­der­tref­fen prä­sen­tiert. Ideen also gibt es.

Wir haben alle die­se Argu­men­te in unse­rer Ant­wort am 23. Juni an den Bezirk vor­ge­tra­gen. Zusam­meng­fasst in dem Satz: “Ein­fach Bee­te weg und Pflas­ter drauf geht für uns gar nicht.” Statt­des­sen haben wir eine gemein­sa­me Bege­hung vor­ge­schla­gen. Der Bezirk soll­te sei­ne Pla­nun­gen vor­stel­len und wir kön­nen in einen Dia­log dar­über ein­tre­ten, was zur gegen­sei­ti­gen Zufrie­den­heit für die Ver­bes­se­rung des Markt­ge­sche­hens unter­nom­men wer­den kann.

Mit Schrei­ben vom 5. August bit­tet der Bezirk um die Abstim­mung eines gemein­sa­men Ter­mins. Wir freu­en uns, dass unser Vor­schlag auf­ge­nom­men wur­de. Zur Bege­hung sind alle Inter­es­sier­ten herz­lich eingeladen.

Bege­hung des “Markt­plat­zes” mit dem Bezirk am 4.9. um 11 Uhr wei­ter­le­sen