Stel­lung­nah­me des Senats zu den Ergeb­nis­sen der Zukunfts­werk­statt liegt vor

(WS) Nach wie vor “zöger­lich” ist die Senats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung und Umwelt hin­sicht­lich der Umset­zung der Ergeb­nis­se der von ihr finan­zi­ell und durch akti­ve Mit­wir­kung unter­stütz­ten “Zukunfts­werk­statt Bun­des­platz”. In einer Ant­wort auf eine Schrift­li­che Anfra­ge des Abge­ord­ne­ten Ste­fan Evers (CDU) bewer­tet Staats­se­kre­tär Chris­ti­an Gaeb­ler (SPD) die Zukunfts­werk­statt zwar als “ziel­ori­en­tier­ten und kon­struk­ti­ven Betei­li­gungs­pro­zess, in des­sen Ergeb­nis sowohl kurz­fris­tig als auch mit­tel- bis lang­fris­tig umsetz­ba­re Maß­nah­men aus unter­schied­li­chen Hand­lungs­fel­dern her­aus­ge­ar­bei­tet wur­den”. Kon­kre­te zeit­li­che oder finan­zi­el­le Zusa­gen für eine Umset­zung der auf der Zukunfts­werk­statt erar­bei­te­ten For­de­run­gen, die, so Gaeb­ler, “prin­zi­pi­ell befür­wor­tet” wer­den , “lang­fris­tig vor­stell­bar” oder “grund­sätz­lich denk­bar” sind, macht die Senats­ver­wal­tung jedoch nicht. Etli­che Maß­nah­men , z.B. die Que­rung von der Main­zer- und Tübin­ger Stra­ße in das Grün, wer­den an den Bezirk rück­de­le­giert, für die Ver­bes­se­rung der Situa­ti­on unter der S- und Auto­bahn wird neben dem “öffent­li­chen Inter­es­se” aus­drück­lich “auch die For­mu­lie­rung einer poli­ti­schen Wil­lens­be­kun­dung” ange­mahnt. Die Fra­gen und Ant­wor­ten lesen Sie hier im Wort­laut: Anfrage_Antwort_STSGaebler_220414

In einer ers­ten Stel­lung­nah­me zur Ant­wort der Schrift­li­chen Anfra­ge zeig­te sich der Vor­sit­zen­de der Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V., Wolf­gang Seve­rin, ent­täuscht. “Mit die­sem zöger­li­chen Anpa­cken der städ­te­bau­li­chen und ver­kehr­li­chen Pro­ble­men an Bun­des­platz und Bun­des­al­lee ver­gibt der Senat eine gro­ße Chan­ce, Ber­lin end­lich ein­mal wie­der mit einem städ­te­bau­li­chen Vor­zei­ge­pro­jekt, dem Rück­bau der auto­ge­rech­ten Stadt, natio­nal und inter­na­tio­nal posi­tiv zu pro­fi­lie­ren. Wäh­rend ande­re Metro­po­len in Euro­pa sich inten­siv um die­se Fra­gen küm­mern und Wett­be­werbs­vor­tei­le her­aus­ar­bei­ten, erschwert oder ver­mei­det der Senat in Ber­lin am Bun­des­platz jeg­li­che Maß­nah­me, die zur bes­se­ren Balan­ce zwi­schen Moto­ri­sier­ten Indi­vi­du­al­ver­kehr (MIV), ande­ren Ver­kehrs­teil­neh­mern und Anwoh­nern führt. Da ent­wi­ckelt sich sogar der Bau einer ein­fa­chen Que­rung über eine ein­spu­ri­ge Fahr­bahn in das Grün des Bun­des­plat­zes zu einem Pro­jekt, das die zeit­li­che Dimen­si­on eines Flug­ha­fen­neu­baus annimmt”.