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Vor Ort Ter­min mit der CDU

Am 12. Mai hat sich der Vor­stand mit Ver­tre­tern der CDU auf dem Platz zur aktu­el­len Situa­ti­on aus­ge­tauscht. Es war auch ein Ken­nen­lern­ter­min mit Herrn Mock-Stü­mer, der Nach­fol­ger unse­ren ehe­ma­li­gen, sehr enga­gier­ten Mit­glieds Ste­fan Evers ist, den es nach Trep­tow Köpe­nick gezo­gen hat. An dem Gespräch haben auf Sei­ten der CDU auch Stadt­rat Arne Herz und Hans-Joa­chim Fens­ke von der CDU-BVV-Frak­ti­on teil­ge­nom­men. Herr Mock-Stü­mer ist kom­mis­sa­ri­scher Vor­sit­zen­der des CDU-Orts­ver­ban­des Alt-Wil­mers­dorf und Kan­di­dat für das Abge­ord­ne­ten­haus für den Wahlkreis.

Auf sei­ner Web­sei­te äußert er sich zum Bun­de­platz wie folgt:

“Die Ver­kehrs­re­li­qui­en wie der Tun­nel am Bun­des­platz sol­len end­lich der Ver­gan­gen­heit angehören.

Auch am Bun­des­platz muss Platz für Fahr­rad­fah­rer geschaf­fen wer­den. Wenn gleich ich abso­lut gegen die Ver­nich­tung von Park­plät­ze für Auto­fah­rer bin. Der öffent­li­che Raum muss neu ver­teilt wer­den, aller­dings ohne zu Las­ten von Ver­kehrs­teil­neh­mer ihrer Wahl.”

In der Ver­gan­gen­heit hat­ten wir von der CDU-BVV-Frak­ti­on schon ganz ande­re Töne gehört. Wir sind schon gespannt, was aus den Ankün­di­gun­gen folgt, wenn Herr Mock-Stü­mer im Herbst in das Abge­ord­ne­ten­haus gewählt wird. Wir blei­ben dran!

10 Jah­re Initia­ti­ve Bun­des­platz – 10 Jah­re aktiv für mehr Lebens­qua­li­tät im Kiez

Der Bun­des­platz hat durch ver­kehrs­ge­rech­ten Umbau vor inzwi­schen über 50 Jah­ren sei­ne ursprüng­li­che städ­te­bau­li­che Funk­ti­on ver­lo­ren. Die urba­ne Qua­li­tät des Platz­um­felds und des gesam­ten Stadt­quar­tiers lei­det dras­tisch unter der auf Ver­kehrs­in­fra­struk­tur aus­ge­rich­te­ten Platz­kon­zep­ti­on, was den Platz selbst, sei­ne Umge­bung und die dort leben­den Men­schen belas­tet. Seit zehn Jah­ren tritt die Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. für eine Ver­bes­se­rung ein, gibt Denk­an­stö­ße die Lebens­qua­li­tät am Bun­des­platz zu ver­bes­sern, for­dert Ver­bes­se­run­gen ein und packt nicht zuletzt auch selbst kräf­tig an. Dazu för­dert der Ver­ein Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. den Dia­log mit Nach­barn, Geschäfts­leu­ten, Insti­tu­tio­nen, Poli­tik und Ver­wal­tung. Der Ver­ein will eine Platt­form bie­ten für alle, die Ideen für mehr Lebens- und Stadt­qua­li­tät am Bun­des­platz haben und an der Umset­zung mit­wir­ken wollen.

Der Ver­ein pflegt ehren­amt­lich wesent­li­che Tei­le der Grün­an­la­ge am Bun­des­platz. Mau­ern wur­den rück­ge­baut, Sitz­ge­le­gen­hei­ten ange­legt, Bee­te wur­den errich­tet und wer­den regel­mä­ßig gepflegt und bewäs­sert. All dies hat Auf­ent­halts­qua­li­tät ver­bes­sert, was von Anwoh­nen­den geschätzt wird. “Grün am Bun­des­platz” ist aber nur eines der The­men, die vom Ver­ein vor­an­ge­bracht wer­den. Auch die För­de­rung bür­ger­schaft­li­chen Enga­ge­ments und die Ver­bes­se­rung der sozia­len, städ­te­bau­li­chen und kom­mu­na­len Lebens­qua­li­tät der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger im nähe­ren Wohn- und Arbeits­be­reich des Bun­des­plat­zes und der Bun­des­al­lee bestim­men die Dis­kus­sio­nen und das Handeln.

Im Jahr 2020 konn­te die grund­sätz­li­che Zugäng­lich­keit des Bun­des­plat­zes ver­bes­sert wer­den, was von der Initia­ti­ve Bun­des­platz sein zehn Jah­ren gefor­dert wur­de. Erst­mals fass­te im Jahr 2012 die BVV den Beschluss, dass der Bun­des­platz auch aus Rich­tung Main­zer Stra­ße und Tübin­ger Stra­ße für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger erreich­bar sein soll. Nun ist der Zugang zur Grün­an­la­ge von der Main­zer Stra­ße und Tübin­ger Stra­ße end­lich direkt mög­lich. Dies ist ein Anlass zum Fei­ern, aber auch zur Kritik.

„Ber­lin hat kein Beschluss- oder Pla­nungs­pro­blem. Ber­lin hat ein Umset­zungs­pro­blem. Es man­gelt nicht an Kon­zep­ten zur Ver­bes­se­run­gen der Lebens­qua­li­tät. In der Ver­gan­gen­heit man­gel­te es auch nicht an Enga­ge­ment oder Geld, die­se aus­zu­ar­bei­ten. Eine Visi­on für den Bun­des­platz wur­de in der „Zukunfts­werk­statt“ (2013/2014) und im Pro­jekt „Para­dies Bun­des­platz“ (2015/2016) for­mu­liert, bei­des geför­dert von Bezirk und Senat. Vie­le unse­rer The­men sind inzwi­schen mit Beschlüs­sen sei­tens des Bezirks gedeckt. Da ist es bedau­er­lich, wenn es an der Umset­zung hapert.“ meint Bir­git­ta Ber­horst, Vor­stän­din der Initia­ti­ve Bundesplatz.

Eine neue Balan­ce der Ver­keh­re für eine zukunfts­wei­sen­de Gestal­tung des Quar­tiers Bun­des­platz ist nötig. Bis­her wur­den erst Tei­le einer grö­ße­ren Visi­on Bun­des­platz 2030+ umge­setzt. Die Bun­des­al­lee mit ihren Tun­neln und Tun­nel­ram­pen zer­schnei­det wei­ter­hin den Bun­des­platz und das Stadt­quar­tier. Sie stellt eine aus der Zeit gefal­le­ne und über­di­men­sio­nier­te Stra­ßen­ver­kehrs­in­fra­struk­tur dar. Ein Rück­bau der Bun­des­al­lee auf ins­ge­samt zwei Fahr­spu­ren in jeder Fahrt­rich­tung mit einer Her­stel­lung der ursprüng­li­chen Allee unter beson­de­rer Berück­sich­ti­gung einer urba­nen und bür­ger­freund­li­chen Ein­bin­dung des Volks­parks in ein Gesamt­kon­zept ist erstre­bens­wert. Dazu ist als nächs­ter Schritt eine Mach­bar­keits­stu­die drin­gend erfor­der­lich für einen modell­haf­ten Rück­bau der „auto­ge­rech­ten Stadt“. Aktu­ell wer­den dazu Anträ­ge in der Bezirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung und im Abge­ord­ne­ten­haus dis­ku­tiert, die hof­fent­lich in Kür­ze zu kon­kre­ten Ergeb­nis­sen führen.

Down­load: Pres­se- und Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen (11.09.2020) anläss­lich des Stra­ßen­fes­tes 10 Jah­re Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. am 11.09.2020.