Alle Beiträge von Birgitta Berhorst

4 Stol­per­stei­ne in der Bruch­sa­ler Stra­ße ver­legt – Demo gegen Anti­se­mi­tis­mus geplant

Heu­te wur­den vier Stol­per­stei­ne für die Fami­lie Kurt, Her­tha und Berl Mar­kus sowie Mar­tha Ull­mann in der Bruch­sa­ler Stra­ße ver­legt. Eine Mit­ar­bei­te­rin des Bezirks­am­tes hat die Ver­le­gung beglei­tet und dazu schö­ne Fotos gemacht.

Die Ver­le­gung von 20 wei­te­ren Stol­per­stei­nen am Bun­des­platz fin­det am 4.6. statt.

Eben wur­de ich dar­auf auf­merk­sam gemacht, dass es in Frie­denau wie­der einen anti­se­mi­ti­schen Über­fall gege­ben hat. Ver­schie­de­ne Stol­per­stei­nin­itia­ti­ven berei­ten eine Kund­ge­bung gegen Anti­se­mi­tis­mus für den 13. Juni um 13 Uhr vor. Details fol­gen noch.

Ver­le­gung von 20 Stol­per­stei­nen am Bun­des­platz am 4. Juni ab 12 Uhr

Es ist so weit. Die Stol­per­stei­nin­itia­ti­ve Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf hat uns mit­ge­teilt, dass die Stei­ne am 4. Juni ab 12 Uhr ver­legt wer­den. Der Künst­ler Gun­ter Dem­nig, wird die Ver­le­gung nicht selbst vor­neh­men, son­dern hat ange­sichts der vie­len Ter­min­ver­schie­bun­gen nun­mehr ein Unter­neh­men beauf­tragt, um den Rück­stand auf­zu­ho­len. Ange­sichts der anhal­ten­den Coro­na-Ein­schrän­kun­gen wird es kei­ne grö­ße­re Ver­le­gungs­ze­re­mo­nie geben. Die Ver­le­gung beginnt um 12 Uhr am Haus Nr. 1 neben dem Cafe Wolkenstein.

Wir möch­ten dies zum Anlass neh­men, uns erneut bei allen groß­zü­gi­gen Spen­de­rin­nen und Spen­dern zu bedanken.

Bigra­fi­sche Anga­ben aus den Recher­chen zu den ein­zel­nen Per­so­nen, für die Stol­per­stei­ne ver­legt wer­den, kann man spä­ter auf der Web­sei­te des Bezirks nach­le­sen. Da kann man ent­we­der nach Stra­ßen oder Namen suchen. Es wird jedoch noch etwas Zeit brau­chen, bis die­se Anga­ben dort ein­ge­stellt sind.

Vor Ort Ter­min mit der CDU

Am 12. Mai hat sich der Vor­stand mit Ver­tre­tern der CDU auf dem Platz zur aktu­el­len Situa­ti­on aus­ge­tauscht. Es war auch ein Ken­nen­lern­ter­min mit Herrn Mock-Stü­mer, der Nach­fol­ger unse­ren ehe­ma­li­gen, sehr enga­gier­ten Mit­glieds Ste­fan Evers ist, den es nach Trep­tow Köpe­nick gezo­gen hat. An dem Gespräch haben auf Sei­ten der CDU auch Stadt­rat Arne Herz und Hans-Joa­chim Fens­ke von der CDU-BVV-Frak­ti­on teil­ge­nom­men. Herr Mock-Stü­mer ist kom­mis­sa­ri­scher Vor­sit­zen­der des CDU-Orts­ver­ban­des Alt-Wil­mers­dorf und Kan­di­dat für das Abge­ord­ne­ten­haus für den Wahlkreis.

Auf sei­ner Web­sei­te äußert er sich zum Bun­de­platz wie folgt:

“Die Ver­kehrs­re­li­qui­en wie der Tun­nel am Bun­des­platz sol­len end­lich der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren.

100 Jah­re Städ­te­bau für Groß-Ber­lin “Welt­stadt und Kiez, Vor­bild und Schreckbild”

so lau­tet der Titel eines Vor­trags von Prof. Dr. Harald Boden­schatz am Don­ners­tag, 22.10. um 19:30 Uhr, in der Ura­nia Ber­lin. Der Vor­trag umreißt span­nend die Stadt­bau­ge­schich­te Ber­lins von 1920 bis heu­te und erzählt von dem rei­chen Erbe, den har­ten Brü­chen, den Fol­gen von Zer­stö­rung und Auf­bau, von ein­zig­ar­ti­gen und fas­zi­nie­ren­den Orten mit ihren Chan­cen und Pro­ble­men. Ein Ter­min, der „Pflicht“ ist für alle, die wis­sen wol­len, war­um Ber­lin so ist, wie es ist.

Harald Boden­schatz ist der Initia­ti­ve Bun­des­platz seit vie­len Jah­ren freund­schaft­lich ver­bun­den. Aus Anlass des 100jährigen Jubi­lä­ums von Groß Ber­lin hat er die Aus­stel­lung „Unvoll­ende­te Metro­po­le“ (täg­lich noch bis zum 3. Janu­ar 2021) im Kron­prin­zen­pa­lais, Unter den Lin­den 3, kura­tiert. Bun­des­platz und ‑allee sind hier an her­aus­ge­ho­be­ner Stel­le prä­sent: Als Mit­tel­punkt der „Cars­tenn-Figur“ Vor­bild für eine men­schen­ge­rech­te Stadt­raum­form, heu­te als Auto­ver­kehrs­kno­ten mit tren­nen­dem Tun­nel ein Schreck­bild.

Bege­hung des “Markt­plat­zes” mit dem Bezirk am 4.9. um 11 Uhr

Mit­te Juni hat­te uns der Bezirk “offi­zi­ell” ange­schrie­ben und um unse­re Zustim­mung zu fol­gen­dem Vor­schlag gebe­ten: “Durch die Erwei­te­rung der Markt­flä­che ent­fal­len die zwei Rei­hen von je fünf leicht erhöh­ten Bee­ten von je 2x2m auf der Süd­sei­te des Plat­zes. Sie wür­den mit Geh­weg­plat­ten oder Pflas­ter­stei­nen geschlos­sen werden.”

Die­ses Schrei­ben kam für uns über­ra­schend. Wenn die­ser Vor­schlag umge­setzt wür­de, hät­ten wir eine rie­si­ge, zum Kreu­zungs­be­reich hin offe­ne, gepflas­ter­te Flä­che. Die 10 Qua­dra­te haben ja auch eine Schutz­funk­ti­on zur Stras­se hin. Sie schir­men den Platz von Stras­sen­lärm und Abga­sen ab und schaf­fen ein Raum­ge­fühl zwi­schen Tun­nel­mund und Kreuzung.

Gleich­zei­tig hat auch die Initia­ti­ve ein Inter­es­se an einem attrak­ti­ve­ren Markt­ge­sche­hen. Die Ver­le­gung des Mark­tes von der Main­zer Stra­ße auf den Platz hat bis­her nicht zu einer stär­ke­ren Bele­bung geführt. Der Bezirk hat­te in sei­ner Ant­wort auf die Gro­ße Anfra­ge 1323/5 ange­kün­digt, dass er zur Erhö­hung der Attrak­ti­vi­tät der Wochen­märk­te in Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf ins­ge­samt Wer­be­mass­nah­men pla­ne und zeit­li­che Ver­la­ge­run­gen und Ver­län­ge­run­gen der Öff­nungs­zei­ten unter­su­chen wol­le. Dazu wüß­ten wir gern mehr. Denn bei unse­rer Vor­stands­be­fas­sung mit der Anfra­ge wur­den auch Zwei­fel geäu­ßert, das allein eine bau­li­che Maß­nah­me zu mehr Markt­ge­sche­hen füh­ren wird.

Auf einem der Qud­ra­te steht die Skulp­tur des Phö­nix, das ältes­te und bekann­tes­te Werk des Bild­hau­ers Bernd Wil­helm Blank. Sie wur­de 1968 dort auf­ge­stellt. Dafür müß­te im Fal­le bau­li­cher Ver­än­de­run­gen auch eine Lösung gefun­den werden.

Die Initia­ti­ve Bun­des­platz hat­te vor 2 Jah­ren selbst mit Meis­ter­schü­lern im Land­schafts­bau der Peter-Len­né-Schu­le einen Ideen­wett­be­werb zur Gestal­tung des Tun­nel­mun­des ver­an­stal­tet. Die Meis­ter­schü­ler haben ihre Ent­wür­fe bei einem Mit­glie­der­tref­fen prä­sen­tiert. Ideen also gibt es.

Wir haben alle die­se Argu­men­te in unse­rer Ant­wort am 23. Juni an den Bezirk vor­ge­tra­gen. Zusam­meng­fasst in dem Satz: “Ein­fach Bee­te weg und Pflas­ter drauf geht für uns gar nicht.” Statt­des­sen haben wir eine gemein­sa­me Bege­hung vor­ge­schla­gen. Der Bezirk soll­te sei­ne Pla­nun­gen vor­stel­len und wir kön­nen in einen Dia­log dar­über ein­tre­ten, was zur gegen­sei­ti­gen Zufrie­den­heit für die Ver­bes­se­rung des Markt­ge­sche­hens unter­nom­men wer­den kann.

Mit Schrei­ben vom 5. August bit­tet der Bezirk um die Abstim­mung eines gemein­sa­men Ter­mins. Wir freu­en uns, dass unser Vor­schlag auf­ge­nom­men wur­de. Zur Bege­hung sind alle Inter­es­sier­ten herz­lich eingeladen.

Ein­la­dung zum Kiez­spa­zier­gang “His­to­ri­sche Vor­gär­ten” am 22. August

Für Sams­tag, den 22. August ist für 14 Uhr ein ers­ter Kiez­spa­zier­gang zum The­ma “His­to­ri­sche Vor­gär­ten” durch Frie­denau geplant. Mit Ger­trud Will konn­te eine Exper­tin gewon­nen wer­den, die zu dem The­ma bereits in den 80er Jah­ren geforscht und ver­schie­de­ne Vor­gär­ten in Frie­denau neu kon­zi­piert und ange­legt hat. Dar­un­ter auch den Vor­gar­ten der Apo­the­ke am Bundesplatz.

Auch die Bun­des­al­lee ist als Bou­le­vard ursprüng­lich mit Vor­gär­ten geplant wor­den, die im Zuge des Umbaus zur auto­ge­rech­ten Stadt dann nach und nach weit­ge­hend auf­ge­ge­ben wer­den muss­ten. In vie­len Sei­ten­stra­ßen ist das anders und da las­sen sich vie­le his­to­ri­sche Spu­ren ent­de­cken. Der ein oder ande­re Vor­gar­ten birgt Über­ra­schun­gen, die sich erst auf den zwei­ten, genaue­ren Blick erschlies­sen.

Neu­es Toi­let­ten­häus­chen ist fertig

Das Pro­vi­so­ri­um mit Toi­let­ten­häus­chen hat ein Ende. Ab sofort ist das neue WC nutz­bar. Alle Besu­cher und ins­be­son­de­re die Markt­be­trei­ber wer­den sich freu­en, wie­der ein “Ört­chen” für die Not­durft zu haben. Es bleibt zu hof­fen, das auch alle bis­he­ri­gen “Frei­raum­nut­zer- und nut­ze­rin­nen” von die­ser Mög­lich­keit Gebrauch machen. Nicht gelun­gen ist hin­ge­gen die Gebrauchs­an­wei­sung für die Benut­zung, da die Tafel kei­ner­lei Kon­tras­te auf­weist und des­halb nicht nur für Seh­be­hin­der­te schwer les­bar ist.

Bun­des­platz­ki­no star­tet heu­te mit tol­lem Programm

Nach einer gefühl­ten Ewig­keit hat das Bun­des­platz­ki­no wie­der den Betrieb auf­ge­nom­men. Heu­te fand die Ver­nis­sa­ge zur Aus­stel­lung “Slee­ping Screens” der Grup­pe Karin Dor draus­sen vor der Tür statt, die im Café zu sehen ist.

Mar­tin Erlen­mei­er und Peter Lat­ta sind zusam­men mit ihrem Team sehr glück­lich über die Wie­der­eröff­nung. Sie dank­ten allen für die brei­te Unter­stüt­zung, die sie wäh­rend der Coro­na­schlies­sung erhal­ten haben, ins­be­son­de­re auch von der Nach­bar­schaft und aus dem Kiez. Die Zeit wur­de genutzt, um das Kino in neu­em Glanz erstrah­len zu las­sen. Im Kino sind wei­ter­hin die Abstands­re­geln ein­zu­hal­ten, so dass pro Vor­stel­lung nur rund zwan­zig Besu­cher ein­ge­las­sen wer­den können.

Und alle waren unglaub­lich fleis­sig in der Pro­gramm­ar­beit. Es gibt vom 1.–15. Juli ein Pro­gramm zur Wie­der­eröff­nung, ein Feri­en­pro­gramm mit inter­na­tio­na­len Film­klas­si­kern und jeden Don­ners­tag­nach­mit­tag Rei­se­fil­me. Herz­li­chen Glück­wunsch zur gelun­ge­nen Wiedereröffnung!