Erneut Aner­ken­nung für Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V: Staats­se­kre­tä­rin Hel­la Dun­ger Löper über­gibt Urkun­de

Urkunde
Urkun­de

Auf dem Ehren­amts­tag des Bezirks-Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf am 19. Sep­tem­ber 2014 über­reich­te Staats­se­kre­tä­rin Hel­la Dun­ger-Löper in ihrer Funk­ti­on als Beauf­trag­te für Bür­ger­schaft­li­che Enga­ge­ment beim Regie­ren­den Bür­ger­meis­ter von Ber­lin der Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. eine Urkun­de. Dar­in wird der Initia­ti­ve “für das beson­de­re Enga­ge­ment für ein lebens­wer­tes Ber­lin Dank und Aner­ken­nung aus­ge­spro­chen” und die Betei­li­gung am “Akti­ons­tag für ein schö­nes Ber­lin 2014” gelobt. Unter­zeich­net ist die Urkun­de, die von den vier Initia­to­ren des Akti­ons­ta­ges gestif­tet wur­de, von Bezirks­bür­ger­meis­ter Rein­hard Nau­mann.

Die Initia­ti­ve freu­te sich über die Aus­zeich­nung aus der Hand von Hel­la Dun­ger-Löper. Am Ran­de eines kom­mu­nal­po­li­ti­schen Kon­gres­ses in der Grün­dungs­pha­se der Bür­ger­initia­ti­ve vor fast vier Jah­ren hat­te sie, damals noch Staats­e­kre­tä­rin in der Senats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung und Umwelt, die Initia­ti­ve ermu­tigt, städ­te­bau­li­che Zie­le zu for­mu­lie­ren und sich für ihre Umset­zung zu enga­gie­ren. Der Vor­stand der Initia­ti­ve nut­ze die Ver­an­stal­tung, um das eine oder ande­re Anlie­gen mit den anwe­sen­den Stadt­ver­ord­ne­ten, Abge­or­ne­ten und Bezirks­stadt­rä­ten zu erör­tern.

Sau­be­re Leis­tung: Gro­ße Reso­nanz am Akti­ons­tag für ein lebens­wer­tes Ber­lin

Der jüngste Helfer
Der jüngs­te Hel­fer

(SP) 50 uner­müd­li­che Hel­fe­rin­nen und Hel­fer, dar­un­ter als jüngs­ter, aber äußerst flei­ßi­ger Teil­neh­mer Richard (s. Foto), pack­ten am ver­gan­ge­nen Sonn­abend tat­krä­fig mit an: Der Akti­ons­tag “Sau­be­re Sache” war ein vol­ler Erfolg für die Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. und für die Wohl­fühl­qua­li­tät am Bun­des­platz. Es wur­de mit gro­ßem Ein­satz Müll ent­sorgt, gekehrt, gejä­tet und gestutzt, bis der Bun­des­platz trotz trü­ben Wet­ters erstrahl­te.

Neben vie­len Mit­glie­dern, Nach­barn und auch eini­gen Pas­san­ten gab sich auch die loka­le Pro­mi­nenz die Ehre: Als einer der ers­ten Hel­fer stand pünkt­lich um 10 Uhr Ste­fan Evers bereit, stadt­ent­wick­lungs­po­li­ti­scher Spre­cher und stv. Vor­sit­zen­de der CDU-Frak­ti­on im Abge­ord­ne­ten­haus. Die Hecke am Phö­nix ist Dank sei­nes Ein­sat­zes nun wie­der zurecht­ge­schnit­ten. Kurz dar­auf ver­stärk­ten Bezirks­schorn­stein­fe­ger Vol­ker Kar­di­nal und sei­ne Söh­ne das Team. Auch Bezirks­bür­ger­meis­ter Rein­hard Nau­mann und Fran­zis­ka Becker, Mit­glied des Abge­ord­ne­ten­hau­ses (bei­de SPD), unter­stütz­ten die Akti­on per­sön­lich.

Gedenk­ta­fel für Foto­graf Sei­den­stü­cker wird am 20. Sep­tem­ber ent­hüllt

Friedrich Seidenstücker, Vor Wertheim, um 1935 Copyright: Berlinische Galerie, Museum für Moderne Kunst
Fried­rich Sei­den­stü­cker, Vor Wert­heim, um 1935 Copy­right: Ber­li­ni­sche Gale­rie, Muse­um für Moder­ne Kunst
Friedrich Seidenstücker, Im Grunewald (Selbstporträt), 1960 Copyright: Berlinische Galerie, Museum für Moderne Kunst
Fried­rich Sei­den­stü­cker, Im Gru­ne­wald (Selbst­por­trät), 1960 Copy­right: Ber­li­ni­sche Gale­rie, Muse­um für Moder­ne Kunst

(SP) Sei­ne mit sub­ti­lem Humor aus­ge­führ­ten Foto­gra­fi­en aus der Zwi­schen­kriegs­zeit und sei­ne bewe­gen­den Auf­nah­men des zer­stör­ten Ber­lins haben Welt­be­deu­tung erlangt, die Ber­li­ner lieb­ten ihn für sei­ne ein­fühl­sa­men Foto­stu­di­en der Tie­re im Zoo­lo­gi­schen Gar­ten: Fried­rich Sei­den­stü­cker gilt zurecht als einer der bedeu­tends­ten Foto­gra­fen Ber­lins des 20.Jahrhunderts – und er wohn­te fast sechs Jahr­zehn­te von 1909 bis zu sei­nem Tode 1966 am Bun­des­platz. Zur Erin­ne­rung an einen der berühm­tes­ten Bewoh­ner des Bun­des­plat­zes ent­hüllt die Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. am 20.September um 11.00 Uhr eine Gedenk­ta­fel am Haus Nr. 17.

Vom Kai­ser­platz zum Bun­des­platz: Johan­nes Prit­twitz spricht am 31.10. in der Ura­nia über die­sen wich­ti­gen Stadt­raum

Bun­des­platz und Bun­des­al­lee, die bis 1950 Kai­ser­platz und Kai­ser­al­lee hie­ßen, kom­men immer mehr “ins Gere­de” – und das ist auch gut so! In dem kürz­lich erschie­ne­nen Buch “Radia­ler Städ­te­bau”, her­aus­ge­ge­ben von Harald Bodenschatz/Aljoscha Hoffmann/Cordelia Polin­na, ste­hen bei­de für eine der gro­ßen Auf­ga­ben des Städ­te­baus von mor­gen: der Abschied von der auto­ge­rech­ten Stadt­re­gi­on.

In dem deutsch-pol­ni­schen For­schungs­vor­ha­ben “Die Bedeu­tung der Zivil­ge­sell­schaft für urba­ne Qua­li­tä­ten im Sin­ne der Euro­päi­schen Stadt”, geför­dert von der Deutsch-Pol­ni­schen Wis­sen­schafts­stif­tung und der Wüs­ten­rot Stif­tung spie­len Bun­des­platz und ‑allee am 12/13. Sep­tem­ber eben­falls eine wich­ti­ge Rol­le: Näm­lich im Hin­blick auf die zivil­ge­sell­schaft­li­che Aneig­nung, Mit­wir­kung und Gestal­tung des öffent­li­chen Raums durch die Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V.

Gute Nach­richt für den Bun­des­platz: Bahn ver­zich­tet auf Güte­rin­nen­ring!

Die Deut­sche Bahn AG ver­zich­tet vor­läu­fig auf die Wie­der-Inbe­trieb­nah­me des soge­nann­ten Güter-Innen­rings. Dies geht aus einer Mit­tei­lung der Bahn zur Kennt­nis­nah­me des Bezirks­am­tes Tem­pel­hof-Schö­ne­berg her­vor, die den Bezirks­ver­ord­ne­ten über­mit­telt wur­de. Das erfuhr unser Mit­glied Hol­ger Wut­tig, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der BVV SPD-Frak­ti­on Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf, von sei­nen Tem­pel­ho­fer Kol­le­gen.

Die Inbe­trieb­nah­me des Innen­rings war höchst umstrit­ten und wur­de auch von der Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. abge­lehnt: Befürch­tet wur­de die Abwick­lung von Güter-Fern­ver­kehr durch die Ber­li­ner Innen­stadt ent­lang dem süd­west­li­chen S‑Bahn-Ring zwi­schen West­kreuz und Neu­kölln. Beson­ders betrof­fen gewe­sen wären die Wohn­la­gen an der Ring­bahn in Wil­mers­dorf, Frie­denau und Tem­pel­hof. Auch das geplan­te Neu­bau­vor­ha­ben von 850 Woh­nun­gen auf dem Gelän­de des ehe­ma­li­gen Güter­bahn­hofs Wil­mers­dorf wäre durch die­se Lärm­quel­le beein­träch­tigt gewe­sen. Lärm­schutz­maß­nah­men wur­den von der DB abge­lehnt, weil es for­mal um eine Wie­der-Inbe­trieb­nah­me gegan­gen wäre, die Bestands­schutz hat.

Vor­ankün­di­gung: 20. Sep­tem­ber 2014 um 11.00 Uhr: Initia­ti­ve Bun­des­platz ehrt Fried­rich Sei­den­stü­cker

Mit einer Fei­er­stun­de am 20. Sep­tem­ber 2014 um 11.00 Uhr und einer Gedenk­ta­fel erin­nert die Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. an den Foto­gra­fen Fried­rich Sei­den­stü­cker. Mit sub­ti­lem Witz foto­gra­fier­te der gelern­te Bild­hau­er über vie­le Jahr­zehn­te das all­täg­li­che Leben der Ber­li­ne­rin­nen und Ber­li­ner. Er gilt als einer der bedeu­tends­ten Ver­tre­ter der Stra­ßen­fo­to­gra­fie der Nach­kriegs­zeit. Legen­där sind auch sei­ne Tier­fo­tos aus dem Ber­li­ner Zoo. Bis zu sei­nem Tode leb­te und arbei­te­te er in sei­ner Ate­lier­woh­nung am Kai­ser­platz 17, heu­te Bun­des­platz 17. Hier wird auch die Fei­er­stun­de statt­fin­den.

Aus Anlass einer gro­ßen Sei­den­stü­cker Retro­spek­ti­ve der Ber­li­ni­schen Gale­rie wid­me­te Spie­gel Online “EINES­TA­GES” ihm einen Bei­trag. Hier kön­nen Sie die Bil­der anschau­en.

Bun­des­platz im Wan­del der Zeit

Flora die Winzerin in Sepia
Flo­ra die Win­ze­rin in Sepia
Verstrickungen (Bild © Detlef Krüger)
Ver­stri­ckun­gen (Bild © Det­lef Krü­ger)

Der Bun­des­platz ver­bin­det heu­te his­to­ri­sche Kunst­wer­ke und zeit­ge­nös­si­sche, urba­ne Krea­ti­vi­tät. Gera­de hat ein Bild vom Urban-Knit­ting auf dem Bun­des­platz einen Preis (Explo­re) bei dem Bil­der­dienst flickr bekom­men. Pro Tag wer­den 500 her­aus­ra­gen­de Fotos aus meh­re­ren Hun­dert­tau­send Bil­dern aus­ge­sucht. Die­se 500 Fotos erhal­ten den Explo­re – Preis. Es wur­de von Det­lef Krü­ger, einem befreun­de­ten Foto­gra­fen gemacht. Vie­len Dank für sei­ne Zustim­mung, es hier zu ver­öf­fent­li­chen.

Bür­ger pla­nen wie die Pro­fis: Ber­li­ner Woche berich­tet über Initia­ti­ve Bun­des­platz

“Sie betrach­te­ten das Pro­blem, als sei­en Sie die ver­ant­wort­li­chen Poli­ti­ker. Sie erschu­fen eine Arbeits­grund­la­ge, als sei­en sie bezahl­te Pla­ner. Jetzt sind Wolf­gang Seve­rin und sei­ne Hel­fer von der Initia­ti­ve Bun­des­platz an dem Punkt ange­langt, an dem sie Gegen­leis­tun­gen wün­schen. Sie for­dern die Ent­schei­dungs­trä­ger auf Bezirks- und Lan­des­ebe­ne zum Han­deln auf.” So lei­tet Tho­mas Schu­bert aus der Redak­ti­on der “Ber­li­ner Woche” sei­ne Bericht­erstat­tung über die Prä­sen­ta­ti­on der Ergeb­nis­se der Zukunfts­werk­statt vor dem BVV Aus­schuss für Stadt­ent­wick­lung ein. In dem Bei­trag wer­den auch eini­ge der drin­gen­den For­de­run­gen der Initia­ti­ve erwähnt: zwei zusätz­li­che Que­run­gen auf den Platz, dazu Tem­po 30 an den Span­gen, eine Ver­rin­ge­rung der Fahr­spu­ren und ein Licht­kon­zept für die Unter­füh­rung der A100. Als Fern­ziel skiz­ziert wird die Schlie­ßung des Nord-Süd-Tun­nels, einer tren­nen­den Schar­te im Stadt­ge­fü­ge. Den voll­stän­di­gen Arti­kel der “Ber­li­ner Woche” lesen Sie hier.

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