Ver­kehrs­cha­os bei Sper­rung der Ring­bahn vom 17. Juli bis 31. August ver­mei­den

(WS) Vom 17. Juli bis 31. August 2015 wird die Ring­bahn zwi­schen Bun­des­platz und Halen­see wegen einer Grund- und Wei­chen­er­neue­rung gesperrt. Die SPD-Frak­ti­on hat jetzt für die BVV-Sit­zung am 19. März einen Antrag ein­ge­bracht, mit dem das zu erwar­ten­de Ver­kehrs­cha­os im öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr ver­mie­den wer­den soll. In dem Antrag wird das Bezirks­amt auf­ge­for­dert, bei der zustän­di­gen Senats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung und Umwelt sowie beim Ver­kehrs­ver­bund dar­auf hin­zu­wir­ken, dass die Kun­den­in­for­ma­ti­on sowie die ÖPNV-Ersatz­leis­tun­gen ver­bes­sert wer­den. U.a. for­dert der Antrag von der Ver­kehrs­len­kung Ber­lin, dass durch ver­kehrs­or­ga­ni­sa­to­ri­sche Maß­nah­men eine Fahr­plan­sta­bi­li­tät der Schie­nen­er­satz­ver­kehrs (SEV)-Busse auch in der Berufs­ver­kehrs­spit­ze gewähr­leis­tet ist. Lesen Sie hier den kom­plet­ten Antrag: Ring­bahn

Graf­fi­tis im U‑Bahnhof Bun­des­platz – BVG bleibt bei zügi­ger Ent­fer­nung

Eine gute Nach­richt erreich­te die Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. heu­te aus dem Vor­stands­stab der BVG. Anders als befürch­tet, pla­nen die Ver­kehrs­be­trie­be nicht, die zeit­na­he Ent­fer­nung von Graf­fi­tis am U‑Bahnhof Bun­des­platz aus Kos­ten­grün­den ein­zu­stel­len. Im Gegen­teil: Die BVG teilt unse­re Auf­fas­sung, dass die schnel­le Ent­fer­nung von Van­da­lis­mus­schä­den Nach­ah­mungs- und Wie­der­ho­lungs­tä­ter abhält und lang­fris­tig eine erheb­li­che Kos­ten­re­du­zie­rung mit sich bringt. Eine Ver­rin­ge­rung die­ser Akti­vi­tä­ten sei “in kei­ner Wei­se geplant”, so die BVG.

Der Vor­stand der Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. hat­te sich Mit­te Febru­ar an die BVG-Che­fin Sig­rid Nikut­ta gewandt, um für die Fort­füh­rung der bewähr­ten Vor­ge­hens­wei­se, Graf­fi­tis umge­hend besei­ti­gen zu las­sen, zu wer­ben. Die Ant­wort erfolg­te prompt und posi­tiv – herz­li­chen Dank dafür!

Neue Hoch­häu­ser für die City West. Inter­es­san­te Dis­kus­si­on im Biki­ni-Haus

Ste­fan Evers MdA, Mit­glied der Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V., Stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der CDU-Frak­ti­on und Spre­cher für Stadt­ent­wick­lungs­po­li­tik, lädt zu einer inter­es­san­ten Vor­trags- und Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung ein: “Neue Hoch­häu­ser für die City West?” am Diens­tag, den 17. März 2015, 19.30 Uhr
im BIKI­NI HAUS, 1. Obergeschoss/Galerieebene, Buda­pes­ter Str. 44.

Dis­ku­tiert wird unter ande­rem über aktu­el­le Bau­pro­jek­te in der City West. Wel­che Bau­pro­jek­te gibt es, wie wir­ken sie sich auf das Stadt­bild aus, wel­che Hür­den gilt es zu neh­men, wel­che Tei­le der City West sind über­haupt geeig­net für neue Hoch­häu­ser? Das und mehr möch­ten wir an die­sem Abend mit Ihnen dis­ku­tie­ren. Auf dem Podi­um:
Dr. Jür­gen Lautsch, Prof. Chris­toph Lang­hof und Anet­te Axt­helm. Pro­gramm hier: Einladung_FORUM_BAU_2015_03

Fern­gü­ter­zü­ge kom­men: Bahn lehnt früh­zei­ti­gen Dia­log mit Bür­gern ab / Kein Lärm­schutz mit hohem Stan­dard geplant.

Die Deut­sche Bahn AG zeigt kei­ne erkenn­ba­re Bereit­schaft, die Anwoh­ner über den geplan­ten Bau einer Güter­fern­ver­kehr-Tras­se, par­al­lel zum S‑Bahn Süd­ring, aktiv und früh­zei­tig zu infor­mie­ren. Auch einen Lärm­schutz mit hohem Stan­dard lehnt sie ab. Das geht aus der Ant­wort des Bezirks­am­tes Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf auf eine Anfra­ge von Alex­an­der Kaas Eli­as, Mit­glied derBVV-Frak­ti­on Bünd­nis 90/Die Grü­ne und der Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V., her­vor.

1. Inwie­weit wur­de das Bezirks­amt in die Pla­nun­gen der Deut­schen Bahn AG ein­be­zo­gen, nun doch den süd­west­li­chen Schie­nen­in­nen­ring für Fern­zug­ver­kehr zu ertüch­ti­gen?
Eine Ein­be­zie­hung des Bezirks­am­tes in die Pla­nun­gen hat es im Sin­ne der Anfra­ge nicht gege­ben. Zu einem frü­he­ren Zeit­punkt (ca. 2012) hat es auf Fach­ebe­ne Vor­ab­stim­mun­gen sei­tens der DB mit dem Umwelt- und Natur­schutz­amt hin­sicht­lich boden­schutz- und natur­schutz­recht­li­cher Fra­gen gege­ben (Umgang mit Bodenverunreinigungen/ Boden­aus­hub, mit zu ent­fer­nen­den Vege­ta­ti­ons­be­stän­den). Die­se Gesprä­che wur­den sei­tens der DB nicht wei­ter­ge­führt. Das Bezirks­amt hat von den wie­der auf­ge­grif­fe­nen Pla­nun­gen ledig­lich aus der Pres­se erfah­ren.

Par­ti­zi­pa­ti­on – Mode­wort oder ernst gemeint? Wien nimmt sei­ne Bür­ger mit

(SP) Die Betei­li­gung der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger an der Stadt­ent­wick­lung und an Pla­nungs­ver­fah­ren ist spä­tes­tens seit dem Bür­ger­ent­scheid zum Flug­ha­fen­ge­län­de Tem­pel­hof auch in Ber­lin in aller Mun­de. Aber wie ernst gemeint sind hier­zu­lan­de die soge­nann­ten Ange­bo­te, Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner über die gesetz­lich gere­gel­ten Ver­fah­ren hin­aus früh­zei­tig in Pla­nun­gen ein­zu­bin­den, loka­les Know-how zu inte­grie­ren und auf Augen­hö­he zu dis­ku­tie­ren und zu ent­schei­den? Eini­ge Pro­jek­te wie der geplan­te öffent­li­che Dia­log zum “Rat­haus­fo­rum” in Mit­te geben Anlass zur Hoff­nung. Jedoch fehlt ein für alle Pla­nungs­trä­ger in Ber­lin ver­bind­li­ches trans­pa­ren­tes, kom­mu­ni­ka­ti­ves Ver­fah­ren, das aus ein­zel­nen guten Ansät­zen ech­te Par­ti­zi­pa­ti­on macht.

Wie­der geht Wien mit gutem Bei­spiel vor­an. Soeben hat der Magis­trat der öster­rei­chi­schen Haupt­stadt sei­nen “Mas­ter­plan für eine par­ti­zi­pa­to­ri­sche Stadt­ent­wick­lung” öffent­lich zur Dis­kus­si­on gestellt. Im Som­mer 2015 soll der Plan ver­ab­schie­det wer­den.

End­lich wie­der zu sehen: Aus­stel­lung von Foto­gra­fi­en von Fritz und Klaus Eschen

Rund um den Kaiserplatz“VON MEI­NEM VATER HABE ICH SEHEN GELERNT!
Foto­gra­fi­en aus der Nach­kriegs­ge­schich­te unse­rer Stadt von Fritz und Klaus Eschen. Aus­stel­lung im Kurt-Schu­ma­cher-Haus vom 11. März bis 10. April 2015

FRITZ ESCHEN (1900 – 1964) und KLAUS ESCHEN (*1939), Vater und Sohn, die bei­de jahr­zehn­te­lang am Kai­ser- und Bun­des­platz leb­ten, haben mit ihren Foto­gra­fi­en Ber­li­ner Stadt­ge­schich­te geschrie­ben. Bei­de waren Fla­neu­re, sie durch­wan­der­ten die sich all­täg­lich ver­än­dern­de Stadt, in der sie zu Hau­se waren und die sie lieb­ten. Mit ihrer Kame­ra wur­den sie zu bewun­der­ten Chro­nis­ten Ber­lins und des heu­ti­gen Bun­des­plat­zes.

Sie sin­gen wie­der: Kon­zert der Capel­la Kreuz­berg in der Lin­den­kir­che

Eini­ge Mit­glie­der der Initia­ti­ve Bun­des­platz e.V. enga­gie­ren sich nicht nur in der Pfle­ge des Plat­zes, son­dern sin­gen auch. So auch Ursu­la Mül­ler-Brod­mann. Sie ist Mit­glied der Capel­la Kreuz­berg, dem Kon­zert­chor der Ber­li­ner Stadt­mis­si­on. Am Sams­tag, den 21. März 2015 um 19.00 Uhr, gas­tiert der Chor mit a‑ca­pel­la-Wer­ken in Wil­mers­dorf, und zwar in der Lin­den­kir­che, Hom­bur­ger Stra­ße 48. Wer das Kon­zert dort ver­säumt, kann es am Sonn­tag in der Emma­us­kir­che in Kreuz­berg nach­ho­len, aller­dings schon um 17.00 Uhr. Pla­kat hier:a capella_Mail_A6

Euro­päi­sche Haupt­städ­te gehen neue Mobi­li­täts­we­ge – Ber­lin fällt ab

(SP) Nicht nur Wien geht neue Wege in Sachen Mobi­li­tät (s. Bei­trag auf die­ser Sei­te vom 28. Febru­ar), auch die Haupt­städ­te Paris und Madrid legen jetzt neue Kon­zep­te für die Redu­zie­rung der Belas­tun­gen durch den Ini­di­vi­du­al- und Güter­ver­kehr vor. Allein Ber­lin ver­harrt in ver­al­te­ten Struk­tu­ren und Denk­mus­tern. Per­so­nal­man­gel allein kann hier nicht der Grund sein, viel­mehr feh­len polit­scher Wil­le und Kon­zep­te.

So plant die neue Pari­ser Bür­ger­meis­te­rin Anne Hidal­go die Umwid­mung der vier zen­tra­len Innen­stadt­be­zir­ke zu “Halb­fuß­gän­ger­zo­nen”, in denen zukünf­tig nur noch Bus­se, Fahr­rä­der, Taxis, Lie­fer­wa­gen, Ret­tungs­fahr­zeu­ge und Anwoh­ner-PKW ver­keh­ren dür­fen. Zunächst nur am Wochen­en­de, dann aber schritt­wei­se auch an den Wochen­ta­gen. Dar­über hin­aus wird – mit weni­gen Aus­nah­men – flä­chen­de­ckend Tem­po 30 ein­ge­führt. Auch Begeg­nungs­zo­nen, in denen Fuß­gän­ger und Fahr­rad­fah­rer Prio­ri­tät haben, wer­den ein­ge­rich­tet. In Ber­lin wird das sei­tens der Senats­ver­wal­tung stets als “nicht rea­li­sier­bar” abge­lehnt.

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